2. Bundesliga

Die Löwen atmen auf

Überblick: Bierofka und Gebhart treffen

Die Löwen atmen auf

Daniel Bierofka lässt MSV-Keeper Starke per Kopf keine Chance

Der erste Streich: Daniel Bierofka lässt MSV-Keeper Starke per Kopf keine Chance. dpa

Die Vorzeichen waren klar für Marco Kurz: Wollte er seinen Job als 1860-Coach sichern, musste sein noch punktloses Team gegen den MSV Duisburg unbedingt gewinnen. Und mit einem Arbeitssieg sicherten sich die Löwen am Montagabend tatsächlich drei Punkte. Bierofka köpfte die Gastgeber in der ersten Hälfte nach vorne. Trotz der Führung verkrampften verunsicherte Löwen nach dem Wechsel dann jedoch. Die Partie bot nun nur noch wenig Ansehnliches. Erst der kurz zuvor eingewechselte U19-Europameister Gebhart erlöste die Heimfans in der 71. Minute mit dem Treffer zum 2:0. Nach dem Arbeitssieg kann Marco Kurz durchatmen - zumindest vorerst.

Charisteas rettet den Club

Der neue Nürnberger Trainer Michael Oenning muss weiterhin auf seinen ersten Sieg als Profitrainer warten. Bei Wehen-Wiesbaden gerieten die Franken bereits früh auf die Verliererstraße. Und der Schrecken des Clubs hatte einen Namen: Sanibal Orahovac. Der Neuzugang des SVWW erzielte beide Treffer zum 2:0-Pausenstand. Doch Nürnberg gab sich wie schon beim 2:2 gegen Aachen nicht geschlagen und holte erneut den Zwei-Tore-Rückstand auf. Mintal traf in der 56. Minute zum Anschlusstreffer, in der Nachspielzeit köpfte Charisteas das 2:2. Der Ausgleich hätte eigentlich schon in der 84. Minute fallen müssen, doch Pinola scheiterte vom Elfmeterpunkt aus am starken Walke.

4. Spieltag

Mit der TuS Koblenz erwartete die SpVgg Greuther Fürth so etwas wie einen Angstgegner. Vergangene Spielzeit gingen beide Vergleiche verloren. Das 0:1 im Playmobilstadion war zudem die letzte Heimniederlage der Franken. Zunächst lief alles nach Plan für die Möhlmann-Truppe. Es dauerte nur elf Minuten, bis TuS-Keeper Yelldell zum ersten Mal in dieser Saison hinter sich greifen musste. Zwar glich Koblenz umgehend aus, doch Allagui brachte mit seinem zweiten Streich die Franken wieder in Führung. Ein Patzer von Yelldell sorgte für das 3:1 noch vor dem Seitenwechsel. Auch sein Pendant Sascha Kirschstein blieb nicht fehlerfrei, der Treffer zum 2:3 brachte die TuS wieder ins Spiel. Und tatsächlich: In der 70. Minute brachte Mavric den Ball aus kurzer Distanz im Tor zum 3:3 unter. Doch diesmal wurde es nichts für Koblenz. In der 86. Minute setzte Nehrig den Schlusspunkt zugunsten der Greuther Fürther.

Ivo Ilicevic gegen Branimir Bajic

Auch die Franken jubelten spät. Letztlich hatten Ivo Ilicevic (gegen Branimir Bajic) und Greuther Fürth die Nase vorn. dpa

Hansa Rostock musste in der Verteidigung umstellen, da Orestes beim Absteiger fehlte. Es tat sich zunächst aber ohnehin nicht viel in den Strafräumen. Das Topspiel verkam über weite Strecken zum Langeweiler, die 15.000 Zuschauer in der DKB-Arena kamen nicht gerade auf ihre Kosten. Das galt aber nur für die erste Hälfte. Baljak beendete in der 61. Minute die torlose Zeit, und als Heller in der 69. Minute zum 2:0 für die Mainzer traf, wähnten sich die Rheinhessen bereits als Sieger. Daraus wurde nichts. Schindler (80.) und Gledson (84.) hießen die Rostocker Spielverderber für den "Karnevalsverein".

Der FC Augsburg, mit dem Ex-Wolfsburger Daniel Baier in der Startelf, musste sich dem SC Freiburg geschlagen geben. Zwar glich Torghelle nur acht Minuten nach dem Führungstreffer von Abdessadki (8.) aus, doch ein klares Foul von Müller an Bechmann sorgte für einen unzweifelhaften Elfmeter, den Schwaab sicher verwandelte (30.). Den Schlusspunkt zum 3:1 setzte Idrissou in der 76. Minute.

Elfmeterschießen mit Thomas Cichon

Eine kuriose Begegnung gab es in Osnabrück zu sehen. Im Mittelpunkt: Thomas Cichon. Dem VfL-Kapitän gelang per Elfmeter die zweifelhafte Führung mit dem Pausenpfiff. Cenci und Barletta drehten die Partie für die Frankfurter in der zweiten Hälfte. Doch die drei Punkte blieben in Osnabrück. Cichons zweiter Elfmeter fand zwar nicht den Weg ins Tor, dafür schaffte Sykora das 2:2. Und dann war mal wieder Elfmeterzeit. Cichon trat in der Nachspielzeit zum dritten Mal an - und diesmal wieder erfolgreich. Es war der erste Saisonsieg für den VfL.

Marcel Eger, Moussa Ouattara (M.) und Anel Dzaka (re.)

Obenauf gegen St. Paulis Marcel Eger: Moussa Ouattara (M.) und Kai Hesse(re.) siegen mit dem FCK. dpa

Fußballfieber in der Pfalz

Mehr als 40000 Zuschauer kamen nach dem glänzenden Saisonstart des FCK (2/1/0) am Freitagabend ins Fritz-Walter-Stadion – und sie wurden für ihr Kommen belohnt. Ein kampfbetontes Spiel, fünf Tore, zwei Platzverweise – und am Ende der dritte Saisonsieg der Pfälzer. Die ersatzgeschwächten "Kiezkicker" zeigten sich nur in der Anfangsphase zielstrebiger, danach nahmen die "Roten Teufel" das Heft in die Hand. Entscheidend war das 3:1 durch Hesse, der kurz nach Dzakas Führungstreffer und dessen Gelb-Roter Karte für die Sasic-Elf in Unterzahl traf. Nach der Roten Karte gegen Gouiffe à Goufan und zahlenmäßiger Ausgeglichenheit setzte Bellinghausen eine Viertelstunde vor dem Ende den Schlusspunkt.

Auer ist früh zur Stelle

Nach oben orientieren kann sich auch die Alemannia aus Aachen, die gegen Ingolstadt die Oberhand behielt. Ein frühes Tor von Auer, der ein Zuspiel des agilen U-19-Nationalspielers Holtby im Netz unterbrachte, sorgte für den zweiten Saison-Dreier. Der FCI musste bei seinem ersten Auftritt auf dem Tivoli überhaupt die dritte Niederlage in Folge hinnehmen und wartet weiter auf die ersten Auswärtspunkte. Die Fink-Elf agierte über weite Strecken zu zögerlich, um die Defensive der Heimelf vor ernsthafte Probleme stellen zu können.

Anders Ahlen, das in Oberhausen die Punkte entführte. RWO ging im Aufsteiger-Duell im Niederrheinstadion durch Lüttmann in Führung, der Luz-Ersatz verpasste es aber, bei zwei Großchancen nachzulegen. Dies sollte sich rächen. Noch vor der Pause glich Ahlen aus, ehe Chitsulo in der Schlussphase die Weichen für den dritten Saisonsieg der Wück-Elf stellte.