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"Karten klar verteilt": Wales trennt DFB-Frauen und Halbfinale

Nach 5:1-Statement im Hinspiel

"Die Karten sind klar verteilt": Nur Wales trennt die DFB-Frauen und das Halbfinale

Für Horts Hrubesch und die DFB-Frauen ist ein Sieg gegen Wales Pflicht. 

Für Horts Hrubesch und die DFB-Frauen ist ein Sieg gegen Wales Pflicht.  IMAGO/Claus Bergmann

"Der letzte Schritt ist immer der schwerste", mahnt Horst Hrubesch zur Vorsicht.

Der Interimstrainer der deutschen Nationalmannschaft weiß um die Schwere der Aufgabe, die sein Team am Dienstagabend in Wales (19.30 Uhr, LIVE! bei kicker) vor 6000 bis 7000 Zuschauern erwartet. Ein Sieg ist Pflicht für Deutschland, will man sich nicht auf die Schützenhilfe von Island verlassen müssen, das im zeitgleichen Parallelduell Dänemark fordert - den Tabellenzweiten der Gruppe 3, punktgleich mit Deutschland. Nach den 90 Minuten wird feststehen, welches Team seine Hoffnungen auf die Finalteilnahme und die damit verbundene Olympiaqualifikation am Leben erhalten kann. Denn: Nur die Gruppenersten ziehen ins Halbfinale ein.

Wales' Tabellenplatz trügt

"Wir sind sehr gut vorbereitet. Unser Fokus liegt darauf, von Anfang an zu 100 Prozent da zu sein", sagt Hrubesch, für den Deutschland nach seinem 5:1-Sieg im Hinspiel als klarer Favorit in die Partie geht: "Wir nehmen jeden Gegner ernst, aber wir lassen uns auch nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Die Karten sind hier klar verteilt." Gegner Wales sieht der Bundestrainer dennoch als deutlich stärkeres Team, als der letzte Tabellenplatz vortäuscht. "Wales ist eine Mannschaft, die schlechter dasteht als sie ist. Sie können Fußball spielen, wenn man ihnen Raum gibt, wenn man sie spielen lässt." Das hatte Deutschland aber bereits im Hinspiel nicht zugelassen. "Wir haben sie von Anfang an unter Druck gesetzt."

Wir wollen auch was für die Tordifferenz tun. Unser Ziel ist es, das Spiel zu gewinnen - und das so hoch wie möglich.

Klara Bühl

Klara Bühl, die beim letzten 3:0-Sieg gegen Dänemark die ersten beiden Treffer vorbereitet und das dritte Tor selbst erzielt hatte, erklärt rückblickend: "Die Stimmung in Rostock war unglaublich. Wir haben diese Energie mitgenommen und sind superglücklich, dass wir so eine Leistung auf den Platz bringen konnten." Auf sich selbst konzentrieren, als Team zusammenarbeiten - das waren für Bühl die Schlüssel zum Erfolg. "Mit der gleichen Einstellung gehen wir ins Spiel gegen Wales. Wir wollen auch was für die Tordifferenz tun. Unser Ziel ist es, das Spiel zu gewinnen - und das so hoch wie möglich."

Ein, zwei Änderungen in der Startelf kündigte Hrubesch für das letzte Gruppenspiel bereits an. Ersetzt werden muss definitiv Marina Hegering, die gelbgesperrt fehlt. Auch Laura Freigang (Leistenprobleme), die gegen Dänemark schon nicht zum Einsatz kam, steht nicht zur Verfügung.

Susanne Müller

Horst Hrubesch

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