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Die "Battle of Alberta" und Lawinengefahr für die Blues

NHL Play-offs - Vorschau

Die "Battle of Alberta" und Lawinengefahr für die Blues

Superstars unter sich: Colorados Cale Makar (li.) sowie die Oilers-Stürmer Connor McDavid und Leon Draisaitl.

Superstars unter sich: Colorados Cale Makar (li.) sowie die Oilers-Stürmer Connor McDavid und Leon Draisaitl. Getty Images (2)

Colorado Avalanche - St. Louis Blues

Die Ausgangslage: In Zeiten von engsten Serien - allein fünf der acht Erstrundenserien, auch die der Blues gegen Minnesota endeten erst im siebten Spiel - stellte Colorado mit dem "Sweep" gegen Nashville einen Anachronismus dar. Angeführt vom erst 22-jährigen Superstar-Verteidiger Cale Makar, der zehn Scorerpunkte in nur vier Spielen gegen die Predators sammelte, stürmte der Klub aus Denver nur so in Runde zwei.

Ungute Erinnerungen dürften die Blues ohnehin an den Mai 2021 haben: Denn schon damals kam Colorado in Runde eins zu einem "Sweep" - gegen St. Louis. Obendrein gewann die Avalanche alle vier Partien mit mindestens drei Toren Vorsprung. 

Das Personal: Colorado hatte nicht nur von allen verbliebenen acht Play-off-Teams die mit Abstand längste Pause, der Kader ist auch weitestgehend gesund.

Bei den Blues muss Coach Craig Berube womöglich auf gleich zwei Stammverteidiger verzichten. Torey Krug und Marco Scandella verletzten sich früh in der Serie gegen die Wild. Bei beiden ist der Zeitpunkt der Rückkehr unklar.

Die Hauptrunde: Nur das erste Spiel zu Saisonbeginn gewann St. Louis in Denver (5:3). Die anderen beiden Spiele gingen dann wieder an die Avalanche, die mit 4:3 in St. Louis und erst Ende April dann auch mit 5:3 zu Hause siegte.

kicker-Tipp: Die Kräfte könnten ein wichtiger, wenngleich nicht der einzige Mosaikstein sein, der Colorado erneut zu einem klaren 4:1-Weiterkommen führt.

Calgary Flames - Edmonton Oilers

Die Ausgangslage: In der Hauptrunde ritt Calgary auf einer Euphoriewelle zum Divisionssieg, während sich Edmonton nach einem Trainerwechsel erst spät fing. Runde eins verlief dann für beide Erzrivalen ähnlich: Beide siegten als Favoriten gegen Dallas beziehungsweise Los Angeles erst in sieben Spielen, gerade die Oilers legten mit dem Weiterkommen einen kleinen Erstundenfluch ab.

Es ist die erste "Battle of Alberta" in den Play-offs seit 1991. Damals gewann Edmonton denkbar knapp, durch einen Sieg in der Overtime von Spiel sieben mit 5:4. Ein Omen für die Neuauflage 31 Jahre später?

Das Personal: Bei Calgary fehlte in Spiel sieben gegen Dallas neben dem Langzeitverletzten Sean Monahan auch Defensivspezialist Chris Tanev, der schon in Spiel sechs verletzt ausgeschieden war. Sein Einsatz ist sehr fraglich.

Wie schwer ist bei den Oilers die Verletzung - mutmaßlich im Knöchelbereich - von Leon Draisaitl? Der deutsche Superstar hatte zum Ende der ersten Runde erkennbare Probleme, spielte aber dennoch durch und punktete.

Die Hauptrunde: Beide Teams gewannen jeweils ihre Heimspiele, erst die Oilers mit 5:2 und 5:3, dann die Flames mit 3:1, dann im letzten Aufeinandertreffen Ende März mit einer 9:5-Torgala - trotz eines Draisaitl-Hattricks.

kicker-Tipp: Connor McDavid war schon in Runde eins mit 14 Scorerpunkten in sieben Spielen einmal mehr auf einem eigenen Level und führt die Oilers zu einem 4:2-Sieg.

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