Bundesliga

Die Aktion läuft: Boateng soll zu Juventus Turin

Verteidiger steht bei Bayern vor dem Absprung

Die Aktion läuft: Boateng soll zu Juventus Turin

Bayern-Verteidiger Jerome Boateng steht vor einem Wechsel zu Juventus Turin.

Bayern-Verteidiger Jerome Boateng steht vor einem Wechsel zu Juventus Turin. picture alliance

Deshalb wird am heutigen Sonntag zwischen Boateng und dem italienischen Rekordmeister ein sofortiger Wechsel des Weltmeisters von 2014 besprochen. Der deutsche Rekordmeister wird einem Transfer bis zum Ende der sommerlichen Wechselfrist am morgigen Montag sicher zustimmen.

Eigentlich ist Boateng noch bis 30. Juni 2021 an den deutschen Rekordmeister gebunden. Präsident Uli Hoeneß hatte dem Innenverteidiger allerdings schon bei der Doublefeier am 26. Mai im Münchner Rathaus den guten Rat gegeben, sich einen neuen Verein zu suchen. Karl-Heinz Rummenigge, der Vorstandsvorsitzende, bekräftigte kürzlich die Bereitschaft des FCB, Boateng abzugeben, falls der diesen Wunsch vorbringe.

Lange hatte es keine Interessenten gegeben, die Boateng gereizt hätten. Mitte der vergangenen Woche sah es für den Spieler selbst noch nach einem Verbleib in München aus, wie er gegenüber dem kicker wissen ließ. Mittlerweile hat sich die Lage krass verändert. Denn jenseits der Alpen verletzte sich ein wichtiger Spieler schwer: Juve-Abwehrmann Giorgio Chiellini (35) handelte sich in der Vorbereitung auf das Samstagsspiel gegen den SSC Neapel (4:3-Sieg) einen Kreuzbandriss ein. Die Partie gegen Neapel erlebte er auf Krücken, er wird damit voraussichtlich mehrere Monate ausfallen. Fähiger Ersatz mit internationaler Erfahrung, auf die Schnelle verfügbar, ist da hilfreich. Der italienische Rekordmeister Juventus Turin hat vor dieser Saison Matthijs de Ligt (20) für 75 Millionen Euro für das Abwehrzentrum verpflichtet. Für diese Position sind außerdem noch die Routinier Leonardo Bonucci (32) sowie Daniele Rugani (25) und Merih Demiral (21) als Fachkräfte angestellt.

Boateng kam zum 1. Juli 2011 von Manchester City zum FC Bayern, mit dem er 2013 das Triple gewann, insgesamt sieben Mal die deutsche Meisterschaft sowie viermal den DFB-Pokal. Er absolvierte in diesen acht Jahren 287 Pflichtspiele mit acht Toren und 22 Assists für die Münchner, die er schon vor einem Jahr in Richtung Paris Saint-Germain verlassen wollte. Damals verweigerte ihm der FCB die Freigabe, die Saison 2018/19 verlief für den Mann mit der Nummer 17 unbefriedigend. Boateng, so betonte Deutschlands Fußballer des Jahres 2016 im kicker Ende Mai, ist bestrebt, bei einem europäischen Topklub noch einmal Topleistungen zu präsentieren.

Karlheinz Wild

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