Bundesliga

Die Abwehr steht: Matthieu Delpierre kommt

Stuttgart: Neuzugang aus Lille - Kuranyi-Vertrag mit Ausstiegsklauseln

Die Abwehr steht: Matthieu Delpierre kommt

Der frühere Junioren- und U-21-Nationalspieler hat sich offenbar ins Gedächtnis gespielt. Bei Trainer Matthias Sammer, der mit Dortmund im UEFA-Cup-Achtelfinale 2001/02 (1:1 in Lille/0:0) auf den Franzosen (kicker-Noten 4 und 3,5) traf. Und bei den Stuttgartern, die im Finale 2002 gegen Lille (0:1 in Lille/2:0) den UI-Cup gewannen (Delpierres kicker-Noten: 2,5/3). Dabei überzeugte der 1,93 Meter große, 86 Kilo schwere Abwehrspieler, der zudem Deutsch in der Schule gelernt hat, durch gute Technik, Schnelligkeit sowie Kopfball- und Zweikampfstärke. Punkte, die - in überdurchschnittlicher Form zudem - auch Bordons Spezialitäten sind.

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Von den VfB-Spielern, die im UI-Cup gegen Lille dabei waren, kann sich nur noch Christian Tiffert ganz vage an Delpierre erinnern. "Das war doch der lange Kerl. Gegen den habe ich auch schon mal in der U 21 gespielt." Anderen wie Soldo, Meira oder Kuranyi ist der Franzose dagegen kein Begriff mehr. "Ich lasse mich überraschen", sagt Kapitän Soldo.

Bei aller Qualität: Ein kleines Manko bringt der Innenverteidiger mit, der 83 Erstliga- (drei Tore), drei Champions-League- und vier UEFA-Cup-Spiele für Lille bestritt. Ihm fehlt Wettkampfpraxis auf hohem Niveau. Nachdem der Stammspieler (17 Spiele) eine Vertragsverlängerung im Winter ablehnte, wurde er von Trainer Claude Puel von Januar an nicht mehr berücksichtigt und musste zuletzt sogar in der zweiten Mannschaft des OSC (4. Liga) antreten.

Unterdessen wurde am Rande der Nationalmannschaft bekannt, dass Kevin Kuranyi für festgelegte Ablösesummen zwischen vier und 7,5 Millionen Euro (je nach erreichtem Platz in der Bundesliga) aus seinem bis 2008 datierten Kontrakt aussteigen könne. "Das will ich nicht kommentieren", sagt der Nationalstürmer. Nur so viel: "Dass man bei einer EURO von vielen Leuten gesehen und auch beobachtet wird, ist nichts Ungewöhnliches. Ich habe aber nicht vor, den VfB zu verlassen. Sonst hätte ich doch nicht erst kürzlich in Stuttgart verlängert."

George Moissidis