U 21

Di Salvo verrät: "Frankreich hat das besser gemacht hat"

U 21 verliert Standortbestimmung gegen Les Bleus

Di Salvo verrät: "Das war das, was Frankreich besser gemacht hat"

Forderte von seinem Team immer wieder vergebens Ruhe: U-21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo.

Forderte von seinem Team immer wieder vergebens Ruhe: U-21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo. IMAGO/Kirchner-Media

Es war der erste echte Härtetest der deutschen U 21 in der EM-Saison: Das 0:1 gegen Mitfavorit Frankreich. Nach einer ersten Halbzeit auf Augenhöhe hatten die Franzosen im zweiten Durchgang aufgedreht und schlussendlich zu Recht den Sieg eingeheimst. "Am Ende verlieren wir verdient das Spiel", musst Ansgar Knauff nach Abpfiff bei "ProSieben MAXX" anerkennen.

Ohne Entlastung wird es schwer

"Wir haben vorne Druck gemacht, das hatten wir uns vorgenommen, weil wir dann immer gefährlich geworden sind", fasste der Flügelstürmer die Marschroute des Teams zusammen, die im zweiten Durchgang immer weniger gegriffen hatte: "Sie haben es zwei-, dreimal gut überspielt, das muss man schon sagen. Und dann sind wir so ein bisschen zu weit hinten reingefallen die restliche Zeit. Und dann wird es schwer." 

Knauff fehlte in der zweiten Halbzeit die Entlastung, weil besonders im eigenen Ballbesitz zu viel Unruhe geherrscht hatte: "Da müssen wir einfach daran arbeiten, dass wir defensiv, wenn wir den Ball gewinnen, wieder in Ballbesitzpassagen kommen, um wieder Ruhe und ein bisschen Kontrolle ins Spiel zu bringen."

In der Ruhe liegt die Kraft

Ganz ähnlich sah es auch Trainer Antonio Di Salvo: "Wir hatten Ballgewinne und dann war es zu hektisch, die Bälle gingen zu schnell verloren." Für den Übungsleiter mit italienischen Wurzeln der Knackpunkt: "Das war das, was Frankreich besser gemacht hat in der zweiten Halbzeit: Sie haben den Ball laufen lassen. Wir waren sehr weit hinten drinnen, sehr tief und haben es dann leider nicht geschafft, für Entlastung zu sorgen."

Doch nicht nur mit dem Ball sah Di Salvo Verbesserungsbedarf. Auch die Abwehrarbeit missfiel dem gebürtigen Paderborner gerade mit Blick auf den Gegentreffer: "Wir wissen um die Stärken der Franzosen. In so einer Situation muss man den Spieler nach außen lenken und die Innenbahn zumachen. Das hat er (Torschütze Amine Gouiri, Anm. d. Red.) gut gemacht, hätten wir aber sicherlich auch besser verteidigen können." 

Wir haben die Bälle zu leicht hergeschenkt.

Antonio Di Salvo

Schlussendlich sei Frankreich laut Di Salvo "insgesamt reifer" gewesen. Ein Attribut, das seiner Mannschaft gerade im letzten Drittel gefehlt habe. "Wir haben die Bälle zu leicht hergeschenkt", monierte der Coach, der aber auch etwas positives erkannte: "In den Phasen, in denen wir es geschafft haben, den Ball und Gegner vernünftig laufen zu lassen, war es okay."

Von diesen Phasen dürfte Di Salvo am Dienstag gegen England wieder mehr sehen wollen. Um 20.45 Uhr (LIVE! bei kicker) gastieren die Nachwuchsadler im Mutterland des Fußballs zur nächsten Reifeprüfung. 

mja

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