Bundesliga

DFL über geplante Corona-Tests: "Es geht an den Fakten vorbei"

Liga-Präsidium bezieht zwei Tage vor Sitzung Stellung

DFL über geplante Corona-Tests: "Es geht an den Fakten vorbei"

Sprecher des DFL-Präsidiums: Christian Seifert.

Sprecher des DFL-Präsidiums: Christian Seifert. imago images

Nachdem am Montag eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs mit Geisterspielen ab dem 9. Mai seitens der Politik in Aussicht gestellt wurde, bezog das DFL-Präsidium am Dienstag Stellung. "Die Äußerungen einiger Ministerpräsidenten, aber auch der Sportminister-Konferenz mit Blick auf einen Wiederbeginn ohne Stadion-Zuschauer im Mai sind gute Nachrichten für den Profifußball. DFL und Klubs sind sich ihrer Verantwortung bewusst", heißt es in einer Mitteilung. Plan sei es, am Donnerstag ein "detailliertes verbindliches Konzept mit strengen Hygiene-Vorgaben, erforderlichen Testungen und permanentem Monitoring" vorzustellen.

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In diesem Zusammenhang wies die Liga-Spitze die Kritik an den geplanten Tests auf das Coronavirus zurück. "Es geht an den Fakten vorbei, wenn unterstellt wird, dass eine mögliche engmaschige Testung eine Unterversorgung der Bevölkerung verursache. Die Test-Kapazitäten sind in den vergangenen Wochen massiv gesteigert worden", heißt es in dem Statement unter Bezug auf die Mitteilung der Akkreditierten Medizinischen Labore in Deutschland, die von 640.000 möglichen Tests pro Woche ausgehen.

Es steht außer Frage, dass künftig Nachhaltigkeit, Stabilität und Bodenständigkeit zu den entscheidenden Werten gehören müssen.

Stellungnahme des DFL-Präsidiums

"Völlig klar ist aber auch: Sollte es durch künftige Entwicklungen - zum Beispiel eine zweite Corona-Infektionswelle - tatsächlich Engpässe geben, wird die DFL die Versorgung der Bevölkerung selbstverständlich nicht beeinträchtigen", teilt die DFL weiter mit.

Selbstkritischer Blick in die Zukunft

Erneut unterstrich die DFL die Notwendigkeit von Geisterspielen. Diese seien "für einige Klubs die einzige Möglichkeit, die wirtschaftliche Existenz auch als Arbeitgeber zu sichern". Ziel müsse es aber weiterhin bleiben, die beiden Bundesligen "in der Form zu bewahren, wie viele Menschen sie seit Jahrzehnten schätzen - mit großer Tradition, Stimmung in den Stadien und einer Vielfalt an Vereinen. Wir wollen nicht, dass eine wirtschaftliche Krise zu Strukturbrüchen führt."

In diesem Zusammenhang sei es dann "an allen Entscheidungsträgern" gelegen "auch Selbstkritik zu üben mit Blick auf Fehlentwicklungen in den vergangenen Jahren. Es steht außer Frage, dass künftig Nachhaltigkeit, Stabilität und Bodenständigkeit zu den entscheidenden Werten gehören müssen."

pau