Bundesliga

DFL-Präsidium erwägt "Quarantäne-Trainingslager" vom 14. bis 26. April

Teams der Bundesliga und 2. Liga sollen abgeschottet werden

DFL-Präsidium erwägt "Quarantäne-Trainingslager" vom 14. bis 26. April

Sachen packen: Die Bundesliga-Klubs sollen im April vorsorglich in Quarantäne.

Sachen packen: Die Bundesliga-Klubs sollen im April vorsorglich in Quarantäne. imago images

"Dies würde mit Blick auf die englische Woche am 30. Spieltag dazu dienen, gleich drei Spieltage (29, 30, 31) noch zusätzlich abzusichern", heißt es in dem vierseitigen Schreiben, das von Präsidiumssprecher Christian Seifert und Präsidiumsmitglied Ansgar Schwenken unterzeichnet ist. Die Maßnahmen regt das Präsidium in Abstimmung mit der DFL-Taskforce Sportmedizin/Sonderspielbetrieb an. Ein konkreter Beschluss steht noch aus, er müsste mindestens acht Tage vor Beginn des Quarantäne-Trainingslagers gefällt werden. Vergleichbare Maßnahmen hatte die Liga bereits im Frühjahr 2020 vor dem Re-Start im Mai durchgesetzt. Während der laufenden Saison wäre es ein Novum.

Die DFL sieht sich durch "die jeweils mit einer Team-Quarantäne verbundenen positiven Corona-Befunde in einigen Klubs der 2. Liga sowie potenziell steigende Inzidenzen und eine prozentual starke und weiter zunehmende Beteiligung verschiedener, teilweise deutlich ansteckender Virusvarianten", so Seifert und Schwenken, zu den Sondermaßnahmen veranlasst. Es sei "eine Tendenz der Gesundheitsämter erkennbar, professionelle Fußballmannschaften in Quarantäne zu schicken". Um dem vorzubeugen, verschärft der Verband auch sein Hygienekonzept zum 1. April und führt Antigen-Schnelltests an allen Trainings- und Reisetagen ein.

Der Auszug aus einem Rundschreiben an die Vereine, das dem kicker vorliegt.

Der Auszug aus einem Rundschreiben an die Vereine, das dem kicker vorliegt.

In den vergangenen Wochen ist die mangelhafte Einhaltung der Hygienemaßnahmen ligaintern zunehmend auf Kritik gestoßen. Der Appell von Seifert bei einer Mitgliederversammlung verhallte mancherorts. Wer entsprechende Maßnahmen nicht umsetze und damit die Wahrscheinlichkeit von Infektionen erhöhe, riskiere nicht nur die Verlegung einzelner Begegnungen, argumentiert die DFL. "In den vergangenen Tagen haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Bereich Spielbetrieb dies auch in Gesprächen mit operativ verantwortlichen Kolleginnen und Kollegen ihrer Klubs noch einmal deutlich gemacht und ausgeführt", heißt es in dem Schreiben von Seifert und Schwenken an die Klubs.

Michael Ebert

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