Bundesliga

DFL-Generalversammlung: Watzke im Amt bestätigt - Duo neu im Präsidium

Mit "großer Einigkeit" Richtung Zukunft - Sorgen vor Energiekrise

DFL-Generalversammlung: Watzke im Amt bestätigt - Duo neu im Präsidium

Joachim Watzke wurde als Aufsichtsratsvorsitzender der DFL bestätigt.

Joachim Watzke wurde als Aufsichtsratsvorsitzender der DFL bestätigt. IMAGO/Kirchner-Media

Watzke war als einziger Kandidat angetreten und wurde am Mittwoch in Dortmund mit 35 Ja-Stimmen bei einer Enthaltung in seinem Amt bestätigt. Gewählt wurde er zum 1. Stellvertretenden Sprecher des DFL-Präsidiums, der qua Satzung auch dem Aufsichtsrat der DFL GmbH vorsteht. "Ich werde versuchen, in den drei Jahren mit meinen Kollegen zusammen das Beste für die Liga zu geben", sagte der 63 Jahre alte Geschäftsführer von Borussia Dortmund.

Zum sechsköpfigen Aufsichtsrat gehören neben Watzke außerdem Oliver Leki (SC Freiburg), Fredi Bobic (Hertha BSC) und Rüdiger Fritsch (SV Darmstadt 98), von der Teilversammlung der Bundesliga wurde Stephan Schippers (Borussia Mönchengladbach) und von der Teilversammlung der 2. Bundesliga Ralf Huschen (SC Paderborn 07) benannt.

Darüber hinaus wählten die 36 Profivereine die weiteren Vertreter des insgesamt neunköpfigen Präsidiums, in dem Donata Hopfen als Vorsitzende der DFL-Geschäftsführung und ein Prokurist der DFL GmbH ihren festen Sitz haben. Dem neunköpfigen Präsidium werden künftig - wie bisher - Leki, Steffen Schneekloth (Holstein Kiel), Jan-Christian Dreesen (Bayern München) und Oke Göttlich (FC St. Pauli) sowie die neu gewählten Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt) und Holger Schwiewagner (SpVgg Greuther Fürth) angehören.

Der 51 Jahre alte Hellmann, Vorstandssprecher von Eintracht Frankfurt, löst den Stuttgarter Alexander Wehrle ab, der jüngst zum Aufsichtsratschef des DFB erkoren wurde.

Watzke lobt Einigkeit - Neuendorf warnt vor Auswirkungen der Energiekrise

"Das war heute sehr gut, mit großer Einigkeit und sehr zielgerichtet, was die großen Herausforderungen angeht, die auf uns zu kommen", sagte Watzke über die Versammlung, bei der sich die Profiklubs unter anderem mit den Herausforderungen der Energiekrise befasst haben. 
"Die Deutsche Fußball Liga hat heute gezeigt, dass von ihr eine große Geschlossenheit ausgeht." Geschäftsführerin Hopfen sprach von "Zukunftsoptionen" und "Fragestellungen für die Zukunft", mit denen sich die 36 Profi-Klubs "intensiv" beschäftigt hätten. "Wir haben eine sehr gute Diskussion über die nächsten Schritte gehabt."

Bei der Sitzung im Dortmunder Goldsaal, in dem vor 60 Jahren die Bundesliga gegründet worden ist, richtete auch DFB-Präsident Bernd Neuendorf ein Grußwort an die Klub-Vertreter - und warnte vor den Auswirkungen der steigenden Energiekosten. "Die zu erwartenden Preissteigerungen im Energiebereich werden uns alle über Umlagen treffen. Schlimmstenfalls werden die Plätze komplett geschlossen. Wir müssen jetzt deutlich machen: Die Corona-Fehler aus der Vergangenheit dürfen sich nicht wiederholen", appellierte der 61-Jährige, der ein Entlastungspaket für den Sport forderte. "Die Sportstätten müssen geöffnet bleiben. Wir können nicht schon wieder Kinder und Jugendliche von den Plätzen fernhalten."

Wenn Sie Erwartungen haben, dass wir die Europapokalspiele abschaffen, muss ich Sie enttäuschen. Unser Geschäftsprinzip basiert darauf, dass wir gegeneinander spielen.

Hans-Joachim Watzke

Hopfen erklärte, dass auch der Profifußball bereit sei, seinen Beitrag in der Energiekrise zu leisten: "Alle Klubs haben die Relevanz der Energieversorgung und der möglichen Knappheit für sich selber auf der obersten Priorität. Wir werden als Fußball dazu beitragen, was wir beitragen können, und tun alles, um mögliche Einsparungen zu generieren." Watzke pflichtete dem bei, antwortete auf die Frage, ob der Fußball nicht auch auf einige internationale Spiele verzichten könnte, um CO2 einzusparen, jedoch:  "Wenn Sie Erwartungen haben, dass wir die Europapokalspiele abschaffen, muss ich Sie enttäuschen. Unser Geschäftsprinzip basiert darauf, dass wir gegeneinander spielen."

Seifert, Peters und Rummenigge zu Ehrenangehörigen ernannt

Besondere Ehre wurde derweil dem ehemaligen DFL-Chef Christian Seifert, dem ehemaligen DFL-Aufsichtsratsvorsitzenden Peter Peters und Karl-Heinz Rummenigge zuteil. Die Funktionäre wurden zu DFL-Ehrenangehörigen ernannt. Dem exklusiven Kreis gehören insgesamt zehn Personen an - darunter Franz Beckenbauer und der ehemalige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder -, die für ihre "herausragenden Verdienste und besonderen Leistungen für den deutschen Profifußball" gewürdigt wurden.

Die DFL-Gremien in der Übersicht

Präsidium

DFL-Geschäftsführerin: Donata Hopfen
DFL-Direktor: Ansgar Schwenken
1. stellvertretender Sprecher des DFL-Präsidiums: Hans-Joachim Watzke (Borussia Dortmund)
2. stellvertretender Sprecher des DFL-Präsidiums: Oliver Leki (SC Freiburg)
3. stellvertretender Sprecher des DFL-Präsidiums: Steffen Schneekloth (Holstein Kiel)
Jan-Christian Dreesen (Bayern München)
Axel Hellmann (Eintracht Frankfurt)
Oke Göttlich (FC St. Pauli)
Holger Schwiewagner (SpVgg Greuther Fürth)

Lizenzierungsausschuss des DFL e.V.

Vorsitzender: Jan-Christian Dreesen (FC Bayern München)
stellvertretender Vorsitzender: Thomas Treß (Borussia Dortmund)
Oliver Frankenbach (Eintracht Frankfurt)
Christina Rühl-Hamers (FC Schalke 04)
Gerrit Floruß (1. FC Heidenheim)
Dirk Weißert (SpVgg Greuther Fürth)

Aufsichtsrat der DFL GmbH

Aufsichtsratschef: Hans-Joachim Watzke (Borussia Dortmund)
stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender: Oliver Leki (SC Freiburg)
Stephan Schippers (Borussia Mönchengladbach)
Ralf Huschen (SC Paderborn)
Fredi Bobic (Hertha BSC)
Rüdiger Fritsch (SV Darmstadt 98)

pau, sid, dpa

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