3. Liga

DFB: Drittligisten sollen mögliche Regressforderungen tragen

Bei freiwilligem Saisonabbruch

DFB: Drittligisten sollen mögliche Regressforderungen tragen

Ein "unwürdiges Schauspiel": Auch DFB-Vizepräsident Rainer Koch gefällt das Verhalten einiger Drittligisten nicht.

Ein "unwürdiges Schauspiel": Auch DFB-Vizepräsident Rainer Koch gefällt das Verhalten einiger Drittligisten nicht. imago images

Die Diskussionen um den für den 26. Mai geplanten - von der Politik aber ausgebremsten - Re-Start der 3. Liga gehen weiter. Nachdem der DFB am Dienstagabend in Person von Generalsekretär Friedrich Curtius bereits klare Worte gefunden hatte, hielt auch die Konferenz der Präsidenten am Mittwoch fest, "dass die aktuellen und von einigen Vereinen betriebenen Debatten sowohl der 3. Liga als auch dem gesamten deutschen Fußball mit dem DFB und seinen 26 Mitgliedsverbänden großen Schaden zufügen". DFB-Vizepräsident Rainer Koch sprach von einem "unwürdigem Schauspiel", das "unerträglich und nicht länger hinzunehmen" sei.

Abbruch-Befürworter sollen für "machbares Konzept" sorgen

Die Befürworter eines Abbruchs seien "dringend angehalten", hieß es in der Mitteilung von Mittwochabend, "umgehend für Klarheit und Aufklärung zu zentralen Fragen zu sorgen". Dazu zählen die Auf- und Abstiegsregelungen sowie praktikable Vorschläge, wie die kommende Saison durchzuführen wäre. Klarheit soll darüber hergestellt werden, ob die 3. Liga bereit ist, in diesem Fall Absteiger zu stellen, ab wann sie den Spielbetrieb in der neuen Saison wieder aufnehmen möchte und ob sie auch ohne Zuschauer zu spielen bereit ist.

Für den Fall eines Abbruchs hätte die Liga in der Saison 2020/21 voraussichtlich 24 Vereine. Ein "klares und machbares" Konzept solle bis zum Außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai vorliegen.

Darüber hinaus betonte die Präsidentenkonferenz, "dass etwaige, mit einem selbst gewählten Abbruch der Saison verbundene Zahlungsverpflichtungen des DFB in Bezug auf Schadenersatz und Regress von den Vereinen der 3. Liga getragen würden".

Zweigleisige 3. Liga nicht schnell umsetzbar

Eine Aufstockung der 3. Liga und Aufteilung in zwei Staffeln, wie sie der Saarländische Fußball-Verband auf dem Außerordentlichen Bundestag des DFB beantragen will, wird nach Einschätzung der Konferenz "weder faktisch noch rechtlich und wirtschaftlich umsetzbar" sein.

ski/dpa