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DFB-Rücktritt? Thomas Müllers Abschiedsworte an die Fans

Letzter Auftritt für Deutschland?

DFB-Rücktritt? Müllers Abschiedsworte an die Fans

War immer mit dem Herzen dabei: Thomas Müller.

War immer mit dem Herzen dabei: Thomas Müller. IMAGO/Ulmer/Teamfoto

Thomas Müller fand sich nach dem deutschen Ausscheiden gegen Costa Rica zunächst erst bei seinen Mitspielern auf der deutschen Bank ein. Während David Raum, Jonas Hofmann, Leon Goretzka und Co. mit leerem Blick das abermalige Scheitern in einer WM-Gruppenphase - zum zweiten Mal nach 2018 in Folge - verarbeiteten, raffte sich Müller noch einmal auf, ging zurück auf den Rasen des Al-Bayt Stadium und applaudierte in Richtung der deutschen Fans.

Es wirkte wie eine Ehrenrunde - und das war es womöglich auch, wie der 121-fache Nationalspieler nach der Partie selbst andeutete. "Ich weiß auch nicht genau, wie es weitergeht. Falls das mein letztes Spiel für Deutschland gewesen sein sollte, dann möchte ich nochmal ein paar Worte an alle deutschen Fußballfans richten."

"Es war ein enormer Genuss"

Der 33-Jährige, der im März 2010 gegen Argentinien (0:1) debütierte, richtete seinen Blick in die Kamera und setzte zu einer Art Abschiedsrede an: "Es war ein enormer Genuss. Liebe Leute, vielen Dank! Wir haben unglaubliche Momente miteinander gehabt." Zum Beispiel den WM-Titel 2014.

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"Ich hab es mit Liebe getan": Müllers TV-Abschiedsrede

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Müller habe "immer versucht, mein Herz auf dem Platz zu lassen".  Manchmal hätten seine Aktionen für Freudentränen, manchmal aber auch für Schmerzen im Gesicht gesorgt, "wenn Aktionen nicht gelungen sind".

"Ich habe es mit Liebe getan, da könnt ihr euch sicher sein!", schloss Müller, der sich aber so kurz nach dem Spiel noch nicht endgültig auf das Karriereende in der Nationalmannschaft festlegen wollte: "Alles weitere muss ich jetzt erst einmal sehen."

gruppe e, 3. spieltag

Erst einmal muss Müller, wie auch die gesamte deutsche Nationalmannschaft, das erneute Ausscheiden bei einer WM-Endrunde verarbeiten. Dies sei "eine absolute Katastrophe" hatte der erneut im Sturmzentrum aufgebotene Offensivspieler zuvor konstatiert. 

Unheil nahm gegen Japan seinen Lauf

Der Mannschaft sei "heute und auch im Spanien-Spiel" nichts vorzuwerfen. "Das ganze Unglück ist mit dem Ergebnis gegen Japan passiert." Durch das 1:2 zum Auftakt gegen die Samurai Blue, die als Gruppensieger ins Achtelfinale einzogen, hatte sich die DFB-Elf schon in eine schlechte Ausgangsposition gebracht - und diese trotz eines 1:1 gegen Spaniens und einem 4:2 gegen Costa Rica nicht mehr wettmachen können.

Weil Spanien gegen Japan nicht mehr der Ausgleich gelang, und dem DFB-Team für das Wunder - Deutschland musste bei einem japanischen Sieg mit acht Toren Unterschied gewinnen, um Spanien hinter sich zu lassen - trotz 32 Torschüssen die Effektivität fehlte, geriet Müllers womöglich letztes Spiel in der deutschen Nationalmannschaft zu einem der bittersten der letzten Jahre. 

Später, mit etwas zeitlichem Abstand, relativierte Müller seine Aussagen nach der Partie.

sts

Bilder zur Partie Costa Rica - Deutschland