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DFB-Rückkehrer Thomas Müller: "... dann kocht der Kessel"

Gruppenabschluss gegen Ungarn

DFB-Rückkehrer Müller: "... dann kocht der Kessel"

Hat mit seinen DFB-Kollegen Euphorie entfacht: Thomas Müller.

Hat mit seinen DFB-Kollegen Euphorie entfacht: Thomas Müller. imago images

Den Turnaround geschafft: War das 0:1 gegen Frankreich als Stimmungsdämpfer ausgemacht worden, kam Deutschland am Samstagabend mit einem offensiv eindrucksvollen 4:2 gegen den amtierenden Europameister Portugal aus den EM-Startlöchern.

Mittendrin: Thomas Müller, der quasi auch ganz persönlich einen Turnaround hinlegte. Denn war der von Bundestrainer Joachim Löw kurz vor diesem Turnier zusammen mit Mats Hummels zurückgeholte Weltmeister von 2014 bei der Niederlage gegen Frankreich noch Teil einer harmlosen Offensive (kicker-Note 4), sprühte er mit seinen Kollegen nun gegen die Seleçao vor Tatendrang. Agil und eifrig unterwegs zeigte sich der 31-jährige Bayern-Profi, gab naturgemäß eifrig Kommentare ab - und schob teils als Speerspitze das Pressing an.

Spielersteckbrief T. Müller
T. Müller

Müller Thomas

Spielersteckbrief Gosens
Gosens

Gosens Robin

Europameisterschaft - Vorrunde, 2. Spieltag
Europameisterschaft - Tabelle - Gruppe F
Pl. Verein Punkte
1
Frankreich Frankreich
4
2
Deutschland Deutschland
3
3
Portugal Portugal
3

Und das funktionierte: Die portugiesische Abwehr um Recke Pepe (38) wurde kontinuierlich unter Druck gesetzt, zu Fehlern gezwungen. Das führte zu etlichen Chancen, ließ die DFB-Auswahl trotz Fehlstarts nach Cristiano-Ronaldo-Tor zurückkommen und am Ende auch eines überragenden Robin Gosens (kicker-Note 1) zu einem eindrucksvollen 4:2 gleiten.

"... dann kocht der Kessel"

Müller (kicker-Note 2,5) hatte mit seinen Kollegen also sichtlich Spaß, genoss den ersten Sieg dieser EM in vollen Zügen - und präsentierte sich hinterher altbekannt lockerleicht aufgelegt. Mit einem Strahlen im Gesicht machte der Nationalspieler "eine kleine Euphorie" im Team aus: "Wir hatten deutlich mehr Freude in der Offensive. Wir waren mutiger, kreativer und einfach besser."

Man dürfe nach diesem ansehnlichen Auftritt also wieder "an unsere Qualität glauben" und habe das Achtelfinale beim finalen Gruppenspiel gegen Ungarn am Mittwoch (21 Uhr, LIVE! bei kicker) plötzlich in der eigenen Hand. Als Führungsspieler erkannte Müller allerdings auch eine Schwachstelle und warnte daher, nicht zu überheblich zu werden - Portugal kam schließlich zum 2:4 und hätte bei einem Pfostenknaller von Renato Sanches auch fast noch einmal richtig Druck bekommen. "Wir hatten viele gute Aspekte, aber auch viele Dinge, die wir noch verbessern müssen", so der Münchner in seiner ausgiebigen Analyse bei "Magenta TV". "Sowas kann am Ende Punkte kosten. Jetzt haben wir aber die drei Punkte, jetzt sind wir gut im Turnier. Jetzt dürfen wir aber nicht überdrehen und nicht überheblich werden." Und müsse die Fans in der Allianz-Arena weiter mitnehmen, denn: "Die Stimmung gerade bei Länderspielen ist nicht so euphorisch gewesen zuletzt. Aber wenn man so gute offensive Szenen hat, dann kocht der Kessel."

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