Bundesliga

DFB räumt Fehlentscheidung bei VfB-Schalke ein, aber nicht bei Sörloth

Schiedsrichter-Leitung ordnet Szenen ein

DFB räumt Fehlentscheidung bei VfB-S04 ein - Sörloth-Tor "vertretbar"

Erhielt Rückendeckung von seinen DFB-Vorgesetzten: Schiedsrichter Manuel Gräfe, hier bedrängt von Alassane Plea und Lars Stindl.

Erhielt Rückendeckung von seinen DFB-Vorgesetzten: Schiedsrichter Manuel Gräfe, hier bedrängt von Alassane Plea und Lars Stindl. Getty Images

RB Leipzigs später 3:2-Siegtreffer gegen Borussia Mönchengladbach hatte am Samstagabend noch auf dem Rasen für hitzige Diskussionen gesorgt. Doch als die erste Aufregung abgeklungen war, hatten Trainer Marco Rose und seine Schützlinge die Entscheidung von Schiedsrichter Manuel Gräfe schließlich fair akzeptiert, Rose sie gar als "absolut nachvollziehbar" eingestuft.

Und auch beim DFB ist man dieser Meinung. Dass Alexander Sörloth vor seinem Treffer Gegenspieler Valentino Lazaro einen leichten Stoß verpasst hatte, habe Gräfe "vollständig" wahrgenommen und "als nicht strafbar" bewertet, so die Sportliche Leitung der Elite-Schiedsrichter am Sonntag auf der DFB-Website.

Und "da die Bilder keine anderen Aspekte liefern, bleibt die Bewertung im Ermessen des Schiedsrichters, die nicht klar und offensichtlich falsch ist und auch der Linie des Schiedsrichters bei der Zweikampfbewertung im gesamten Spiel entsprach. Wir ordnen die Entscheidung als vertretbar und nicht falsch ein. Dementsprechend ist kein Eingriff des VA erforderlich."

VfB hätte frühen Elfmeter erhalten müssen

Falsch habe dagegen Schiedsrichter Guido Winkmann in der 18. Minute der Nachmittagspartie zwischen dem VfB Stuttgart und Schalke 04 gelegen. S04-Verteidiger Malick Thiaw hatte Silas Wamangituka im Sechzehner zu Fall gebracht, der Elfmeterpfiff war jedoch ausgeblieben.

"Der Schiedsrichter nimmt einen leichten Kontakt beim Zweikampf zwischen dem Stuttgarter Wamangituka und dem Schalker Thiaw im Fußbereich wahr", beurteilt die DFB-Schiedsrichter-Leitung die Szene. "Dieser reicht ihm für einen Strafstoß nicht aus. In den vorhandenen Bildern erkennt man aber ein eindeutiges und belegbares, strafstoßwürdiges Beinstellen des Schalker Verteidigers, das eine absolute Evidenz für ein klares und offensichtliches Foulspiel hat. Aus diesem Grunde hätte vom VA ein On-Field-Review empfohlen und die ursprüngliche Entscheidung des Schiedsrichters geändert werden müssen."

Weil sie Schlusslicht Schalke trotzdem mit 5:1 bezwangen, konnten die Stuttgarter mit dieser Fehlentscheidung leben.

jpe