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Ungarns EM-Kader steht: Dardai einer von sechs BL-Profis

Bewusst keine Neulinge berufen

DFB-Gegner Ungarn benennt EM-Kader: Dardai ist einer von sechs Bundesliga-Profis

Er will auch bei der EM Minuten sammeln: Hertha-Verteidiger Marton Dardai.

Er will auch bei der EM Minuten sammeln: Hertha-Verteidiger Marton Dardai. imago images

In exakt einem Monat beginnt die Europameisterschaft in Deutschland, am 14. Juni (21 Uhr, LIVE! bei kicker) steht das DFB-Team in München Schottland gegenüber. Bereits im zweiten EM-Spiel steigt dann Ungarn ein, das am 15. Juni ab 15 Uhr die Schweiz in Köln fordert.

Das Aufgebot für das Großereignis präsentierte Ungarns Nationaltrainer Marco Rossi an diesem Dienstag. Zu den 26 Spielern, die maximal berufen werden dürfen, gehören auch sechs Bundesliga-Legionäre: Neben den erfahrenen Leipzigern Peter Gulacsi (34) im Tor sowie Willi Orban (31) in der Innenverteidigung wurden auch Attila Szalai (26), von Hoffenheim an den SC Freiburg ausgeliehen, Unions Andras Schäfer (25) sowie Freiburgs Stürmer Roland Sallai (26) nominiert.

Dazu kommt ein Zweitliga-Profi aus Deutschland: Auch Marton Dardai (22) von Hertha BSC ist auf den EM-Zug aufgesprungen. Der mittlere der drei Dardai-Brüder absolvierte erst zwei A-Länderspiele für die Magyaren.

Irland und Israel warten vor der EM

Deren Aufgebot wird angeführt vom ehemaligen Leipziger Dominik Szoboszlai, der sich in der Premier League auch bei Jürgen Klopps FC Liverpool einen Namen machte. Das Trainerteam habe sich nach Verbandsangaben bewusst dafür entschieden, nicht mehr als 26 Spieler in den Kader zu berufen, um in der Vorbereitung nicht die "Effizienz des Trainings zu beeinträchtigen".

Warum es keine großartigen Überraschungen im Kader gibt? "Weil wir keine herausragenden Leistungen von neuen Spielern gesehen haben, gab es keinen Grund, einen Neuling zu berufen", stellte Rossi auf der Verbandswebsite klar. Ungarns Nationalcoach erklärte auch, warum er Attila Fiola (Fehervar FC) und Adam Lang (Omonia Nikosia) trotz deren langer Ausfallzeit berief: "Wir haben zwei Wochen vor der Europameisterschaft Zeit, ihre Form zu überprüfen, und wenn es notwendig ist, können wir Änderungen vornehmen."

Ungarn startet am 27. Mai die EM-Vorbereitung, in der am 4. Juni noch Irland und am 8. Juni Israel warten. Anschließend geht es nach dem Schweiz-Spiel zum EM-Auftakt noch gegen Gastgeber Deutschland (19. Juni) und am 23. Juni gegen Schottland.

msc

Ungarns EM-Kader im Überblick