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DFB-Einsätze? Kevin Trapp macht sich "wenig Druck"

Frankfurts Europapokalheld will Matthäus nicht widersprechen

DFB-Einsätze? Trapp macht sich "wenig Druck"

Nationaltorhüter Kevin Trapp ist in der Form seines Lebens.

Nationaltorhüter Kevin Trapp ist in der Form seines Lebens. IMAGO/Jan Huebner

Eben noch Europapokalheld, jetzt schon wieder sportlicher Herausforderer: Frankfurts Kevin Trapp ist auf dem Rasen wie auch im Kopf derzeit stark gefordert. Wenige Tage nach dem Triumph mit der Eintracht in der Europa League weilt der Keeper nun mit der deutschen Nationalmannschaft im Vorbereitungscamp auf die kommenden Nations-League-Duelle gegen Italien, England und Ungarn in Marbella - und will dort an seine zuletzt starken Leistungen anknüpfen. Ansprüche auf Einsätze allerdings hat er nicht mit in den Koffer gepackt.

"Ich bin nicht mit irgendwelchen Erwartungen hierhergekommen", sagt der 31-Jährige, der gemeinsam mit DFB-Stammtorhüter Manuel Neuer (FC Bayern) und Oliver Baumann (Hoffenheim) das Torhüter-Trio für die anstehenden Nations-League-Duelle im Juni bildet. "Ich will gut trainieren und dem Trainer zeigen, dass er sich auf mich verlassen kann und dass ich die Nominierung verdient habe. Alles andere liegt nicht in meiner Hand. Ich mache mir deshalb auch wenig Druck."

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So oder so will Trapp seinen Teil zum Mannschaftserfolg beitragen - und dabei auch auf seine Erfahrungen mit der Eintracht zurückgreifen. "Wir hatten eine Mannschaft, die funktioniert hat. Wenn das so ist, dann kann man einiges bewegen", sagt er, sieht die DFB-Elf aber auf einem ähnlichen Weg: "Auch hier hat man das Gefühl, dass wir ein Team sind, auf wie außerhalb des Platzes." Das sei die Voraussetzung, um erfolgreich zu sein. Im Klub wie in der Nationalmannschaft.

"Lothar weiß, wovon er redet"

Trapp selbst ist derzeit vielleicht in der Form seines Lebens - Weltmeister Lothar Matthäus hält ihn derzeit gar für "einen der besten Torhüter der Welt". Ein Lob, dem Trapp nicht widersprechen möchte. "Lothar weiß, wovon er redet", sagt der Keeper, hinter dem sein "sicherlich erfolgreichstes Jahr" liegt - und noch ist die Saison 2021/22 ja nicht vorbei.

Matthias Dersch