3. Liga

DFB berücksichtigt seinen Fehler: Nur Geldstrafe statt Niederlage für den FCK

Kaiserslautern hatte nur drei deutsche U-23-Spieler im Aufgebot

DFB berücksichtigt seinen Fehler: Nur Geldstrafe statt Niederlage für den FCK

Fast wäre der Jubel über das 2:2 in Wiesbaden nichts wert gewesen: Hikmet Ciftci (li.) freut sich über seinen Last-Minute-Treffer.

Fast wäre der Jubel über das 2:2 in Wiesbaden nichts wert gewesen: Hikmet Ciftci (li.) freut sich über seinen Last-Minute-Treffer. imago images

2:2 hatten die Lauterer beim Zweitliga-Absteiger Wehen Wiesbaden Anfang Oktober gespielt, doch im Rahme dieser Partie gegen die Vorschriften von Paragraph zwölf der DFB-Spielordnung verstoßen. Diese besagt, dass vier U-23-Spieler im 18-köpfigen Aufgebot beziehungsweise im elektronischen Spielbericht im "DFBnet" eingetragen sein müssen, die für eine DFB-Auswahlmannschaft spielberechtigt gewesen sind. Der FCK bot in Wiesbaden allerdings nur drei solche Spieler auf.

Korrigierter Fehler im "DFBnet"

Durch einen mittlerweile wieder korrigierten Fehler im "DFBnet" fiel das Fehlen eines vierten deutschen U-23-Spielers vor Spielbeginn zunächst nicht auf. Dem Traditionsklub standen an diesem Tag auch nur drei deutsche U-23-Spieler zur Verfügung, da die übrigen verletzt waren oder sich in Quarantäne befanden. Dies hätte der FCK anzeigen können, dann wären wohl die Corona-bedingten Sonderregelungen in der DFB-Spielordnung zur Anwendung gelangt.

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Pl. Verein Punkte
1
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16
2
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15
3
1860 München 1860 München
14

Fred Kreitlow, der stellvertretende Vorsitzende des DFB-Kontrollausschusses, erklärt: "Ein solcher Verstoß hätte normalerweise die Rechtsfolge, dass die Partie für Kaiserslautern mit null Punkten und 0:2 Toren zu werten wäre, während die Wertung für den gegnerischen Verein unberührt bliebe. Aufgrund des mitverantwortlichen Fehlers im 'DFBnet' und den pandemiebedingten Besonderheiten, die bei einer richtigen Handhabung voraussichtlich lediglich zu einer Reduzierung der Kadergröße geführt hätten, erschien uns eine solch gravierende Rechtsfolge allerdings als nicht sachgerecht. Daher hat der Kontrollausschuss lediglich eine Geldstrafe beantragt, und der FCK ist diesem Strafantrag gefolgt."

Der Verein hat dem Urteil des DFB-Sportgerichts zugestimmt, das Urteil ist damit rechtskräftig.

bst