Bundesliga

Deyverson kommt nicht als "Heilsbringer"

Stöger bremst die Erwartungen an den Brasilianer

Deyverson kommt nicht als "Heilsbringer"

Kein "Heilsbringer": Kölns Trainer Peter Stöger (li.) nimmt Druck von Neuzugang Deyverson (re.).

Kein "Heilsbringer": Kölns Trainer Peter Stöger (li.) nimmt Druck von Neuzugang Deyverson (re.). imago

Er ist Kölns einziger Winterzugang. Und hätte Simon Zoller den Klub nicht kurz vor Transferende auf Leihbasis Richtung Kaiserslautern verlassen, dann "hätten wir wahrscheinlich nichts mehr gemacht", erklärt Peter Stöger zu Deyverson Brum Silva Acosta, kurz Deyverson, der bis Saisonende auf Leihbasis für den FC spielen wird.

Am Mittwoch gegen den VfB Stuttgart wird Deyverson dies noch nicht tun. "Er soll sich in Ruhe hier präsentieren. Wir haben jetzt keinen Handlungsbedarf, deswegen steht er auch gegen Stuttgart nicht im Kader", erklärte Kölns Trainer am Dienstag und versuchte dabei jeglichen Leistungsdruck von den Schultern des nach FC-Angaben 1,85 Meter großen Linksfüßers zu nehmen.

Spielersteckbrief Deyverson
Deyverson

Brum Silva Deyverson

Bundesliga - 19. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern München Bayern München
46
2
VfL Wolfsburg VfL Wolfsburg
38
3
Bor. Mönchengladbach Bor. Mönchengladbach
33
Trainersteckbrief Stöger
Stöger

Stöger Peter

1. FC Köln - Vereinsdaten
1. FC Köln

Gründungsdatum

13.02.1948

Vereinsfarben

Rot-Weiß

In seinen Ausführungen machte Stöger klar, dass man von dem 23-Jährigen keine Wunderdinge erwartet. Deyverson, der in dieser Saison in 16 Ligaspielen insgesamt beachtliche acht Treffer für Belenenses Lissabon erzielte, sei "der einzige Neue, der dazu gekommen ist. Ich habe keine große Erwartungshaltung an ihn. Es wäre vollkommen falsch zu sagen, das und das wird jetzt wahnsinnig anders werden", so der Trainer.

Wir haben jetzt keinen Handlungsbedarf, deswegen steht er auch gegen Stuttgart nicht im Kader.

FC-Coach Peter Stöger über die Nichtberücksichtigung Deyversons

Stöger tritt bewusst auf die Bremse: "Man wird sehen, wie schnell er sich an unser Spiel und die Bundesliga gewöhnt. Aber er ist nicht verpflichtet worden als der Spieler, der uns in der Liga hält. Das wäre viel zu viel Druck." Der Österreicher charakterisiert den Neuen als Akteur mit "ordentlicher Qualität im Kopfballspiel, der seine Stärken im Zentrum, in der Box" (also im Strafraum) habe.

Wann Deyverson diese erstmals zeigen darf, bleibt abzuwarten. Stöger äußerst sich sehr defensiv: "Er soll sich hier präsentieren, mit den Möglichkeiten, die er bekommen wird, dann ist das schon okay. Ich will jetzt nicht zu viel Druck aufbauen für den Jungen." Zudem spricht Kölns Trainer nur von einer "zusätzlichen Option, wenn etwas passiert oder wenn er super aufzeigt, dass er Einsatzzeit bekommt. Aber ich will ihm nicht den Druck geben, dass er hier der Heilsbringer ist." Möglichkeiten, sich im Training aufzudrängen, hat er Neue in dieser Woche aber aufgrund von zwei Ligaspielen kaum.

Deutsche Post neuer Exklusiv-Partner

Deutlich euphorischer gab sich hingegen FC-Finanz-Geschäftsführer Alexander Wehrle, der die Deutsche Post als neuen Exklusiv-Partner des FC vorstellte. Der Vertrag läuft bis 2017 auch besitzt auch in der 2. Liga Gültigkeit. Im Rahmen der Zusammenarbeit möchte der Klub unter anderem mittels einer SMS-App vor und nach den Spielen in einem dann WLAN-fähigen Stadion mit seinen Fans in Kontakt treten. Wehrle verspricht sich von der Partnerschaft "Innovationen" und erhofft sich, "die Fans noch mehr zu emotionalisieren".

Stephan von Nocks