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Deutsches Doppel verliert Viertelfinale - Boll hat WM-Medaille sicher

Tischtennis-WM in Houston

Deutsches Doppel verliert Viertelfinale - Boll hat WM-Medaille sicher

Knapp gescheitert: Benedikt Duda und Dang Qiu (re.).

Knapp gescheitert: Benedikt Duda und Dang Qiu (re.). imago images/MaJo

Die beiden Mannschafts-Europameister verloren am Samstag im Viertelfinale in 2:3 Sätzen gegen die topgesetzten Lin Gaoyuan und Liang Jingkun aus China. Duda vom TTC Schwalbe Bergneustadt und Qiu von Borussia Düsseldorf glichen nach einem 0:2-Satzrückstand (8:11, 4:11) zum 2:2 aus (14:12, 11:8). Den fünften Durchgang verloren sie mit 9:11.

"Die Enttäuschung ist groß. Wir waren so nah dran und wir haben so hart trainiert - und am Ende fehlen uns zwei verdammte Punkte", sagte der 27 Jahre alte Duda. "Es ist leider so, wir haben im letzten Satz nichts falsch gemacht. Jetzt müssen wir halt noch zwei Jahre warten bis zur Medaille." Da der dritte Platz bei einer Tischtennis-WM nicht extra ausgespielt wird, hätten Duda und Qiu bereits mit dem Erreichen des Halbfinals mindestens die Bronzemedaille sicher gehabt.

Boll hat WM-Medaille sicher

Timo Boll hat bei den Tischtennis-Weltmeisterschaften in Houston das Halbfinale erreicht. Der 40-Jährige schlug den Amerikaner Kanak Jha am Samstagnachmittag (Ortszeit) im Viertelfinale in 4:2 Sätzen. Da der dritte Platz nicht extra ausgespielt wird, hat der Rekord-Europameister von Borussia Düsseldorf die zweite WM-Einzelmedaille seiner Karriere bereits sicher. Um auch noch ins Endspiel zu kommen, muss Boll nun am Sonntag entweder den Nigerianer Quadri Aruna oder den 19-jährigen Schweden Truls Möregardh besiegen.

Sein Viertelfinal-Gegner Jha ist erst 21 Jahre alt und spielt in der Bundesliga für TTF Liebherr Ochsenhausen. Vom eigenen Publikum angetrieben, gewann der Amerikaner den ersten Satz mit 11:4. Boll holte danach einen einseitigen zweiten (11:5) und einen hart umkämpften dritten Durchgang (12:10), der das Match in seine Richtung lenkte. Nach dem erneut klaren 11:7 im vierten Satz, gewann der Außenseiter zwar noch einmal Abschnitt fünf (11:9). Am Ende nutzte Boll aber gleich seinen ersten von drei Matchbällen (11:7).

dpa