Olympia

Deutsche Mixed-Staffel doch raus - Schwanitz verpasst Finale - Biles äußert sich erneut

Die Splitter vom Freitag

Deutsche Mixed-Staffel doch raus - Schwanitz verpasst Finale - Biles äußert sich erneut

Der Medaillentraum ist wohl endgültig geplatzt: Christina Schwanitz.

Der Medaillentraum ist wohl endgültig geplatzt: Christina Schwanitz. Getty Images

+++ USA legt erfolgreich Protest ein +++

Die deutsche Mixed-Staffel über 4x400 m muss beim Finale bei den Olympischen Spielen in Tokio am Samstag (4.35 Uhr MESZ) nun doch zusehen. Weil die Staffel der USA erfolgreich Protest gegen die nach dem Vorlauf ausgesprochene Disqualifikation eingelegt hat, rückt sie ins Finale auf - und verdrängt die Deutschen, die Nutznießer der Disqualifikation gewesen waren. Marvin Schlegel (Chemnitz), Corinna Schwab (Chemnitz), Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß (Oldenburg) und Manuel Sanders (Dortmund) hatten im Vorlauf in 3:12,94 Minuten für einen deutschen Rekord gesorgt. Polen lief in 3:10,44 Minuten die schnellste Zeit. Die Mixed-Staffel ist erstmals im olympischen Programm. Die USA hatten derweil ihren Vorlauf, in dem auch die Deutschen am Start waren, souverän gewonnen. Wegen eines vermeintlichen Wechselfehlers waren sie zwischenzeitlich aus der Wertung genommen worden.

+++ Prestige-Sieg: Hockey-Herren im Viertelfinale +++

Deutschlands Hockey-Herren stehen im olympischen Viertelfinale. Das Team von Bundestrainer Kais al Saadi feierte am Freitagabend (Ortszeit) mit 3:1 (1:0) gegen die Niederlande den dritten Sieg im fünften Gruppenspiel und vermied ein frühes K.-o.-Runden-Duell mit den starken Australiern. Die deutschen Tore im Prestige-Duell erzielten Niklas Wellen (10.), Constantin Staib (41.) und Timm Herzbruch (54.).

+++ Schwanitz verpasst den Endkampf +++

Die frühere Kugelstoß-Weltmeisterin Christina Schwanitz hat das Finale deutlich verpasst. Die 36-Jährige blieb in der Qualifikation mit 18,08 m klar unter den geforderten 18,80 m. Schwanitz' Saisonbestleistung liegt, nachdem sie wegen eines Bandscheibenvorfalls im Frühjahr erst später eingestiegen ist, bei 18,63 m. Nach 2008 (Platz elf), 2012 (Platz zehn) und 2016 (Platz sechs) bleibt die Weltmeisterin von 2015 erneut ohne Olympia-Medaille.

+++ "Habe nicht aufgegeben": Biles äußert sich erneut +++

Turn-Superstar Simone Biles hat sich nach ihrem Olympia-Rückzug erneut geäußert. "Für alle, die sagen, dass ich aufgegeben habe: Ich habe nicht aufgegeben", tippte die 24-Jährige auf Instagram, "mein Geist und mein Körper sind einfach nicht im Einklang". Die viermalige Olympiasiegerin war aus dem Mehrkampf-Finale im Team nach nur einem Gerät ausgestiegen und hatte wegen mentaler Probleme am Mittwoch auch ihren Start im Einzel-Mehrkampf abgesagt.

+++ Rugby-Frauen haben die beste Quote +++

Bei den TV-Einschaltquoten der Olympischen Spiele gab es am Donnerstag einen überraschenden Gewinner: Das Rugby-Spiel der Frauen zwischen Neuseeland und Großbritannien sahen durchschnittlich 2,30 Millionen Menschen in der ARD - das ergab einen Marktanteil von 25,4 Prozent. Der Bericht am frühen Nachmittag war allerdings nur sieben Minuten lang.

+++ Slalomkanute Aigner holt Bronze +++

Hannes Aigner hat sich im olympischen Finale die Bronzemedaille gesichert. Der Dritte von London 2012 musste sich am Freitag im Einer-Kajak mit einem fehlerfreien Lauf nur dem neuen Olympiasieger Jiri Prskavec aus Tschechien und Jakub Grigar aus der Slowakei geschlagen geben. Nach dem Gold von Ricarda Funk sowie den Bronzemedaillen von Sideris Tasiadis und Andrea Herzog war Bronze von Aigner die vierte Medaille im vierten Wettbewerb für den Deutschen Kanu-Verband (DKV).

+++ Khachanov spielt um Gold +++

Der erste Finalist des olympischen Tennisturniers der Herren steht fest: Karen Khachanov. Der Russe hatte es am Freitagmorgen eilig, ließ dem Spanier Pablo Carreno Busta keine Chance und gewann glatt in zwei Sätzen (6:3 und 6:3). Er trifft nun im Finale auf den Gewinner des Duells Novak Djokovic gegen den Deutschen Alexander Zverev. 

+++ Abduljabbar verpasst Medaille +++

Der Boxer Ammar Riad Abduljabbar (Hamburg) hat das Halbfinale und eine Olympia-Medaille verpasst. Gegen Welt- und Europameister Muslim Gadschimagomedow vom Russischen Olympischen Komitee war im Viertelfinale Endstation, damit beendet der 25-Jährige die Spiele auf dem fünften Platz (Gewichtsklasse bis 91 Kilogramm). Von den drei Deutschen war es nur Abduljabbar gelungen, seinen ersten Kampf zu gewinnen. "Ich habe es hierher geschafft, das hätte vor zwei Jahren keiner geglaubt und ich bin sehr, sehr stolz auf mich", sagte der aus dem Irak nach Deutschland eingewanderte Hamburger der Deutschen Presse-Agentur.

+++ Jasinski zittert sich ins Diskus-Finale +++

Der Rio-Dritte Daniel Jasinski hat erst nach einer langen Zitterpartie das Diskus-Finale erreicht. Der deutsche Meister aus Wattenscheid kam in der ersten Qualifikations-Gruppe am Freitagmorgen nur auf Platz sieben und blieb mit 63,29 m deutlich unter den für den direkten Finaleinzug geforderten 66,00 m. Weil aber in der folgenden Gruppe B nur zwei Werfer besser waren, reichte es für den 31-Jährigen auf Rang neun noch zum nötigen Platz unter den besten Zwölf. Hinter Jasinski qualifizierte sich auch Clemens Prüfer (Potsdam) als Elfter (63,18) für die Entscheidung am Samstag (13.15 Uhr MESZ). David Wrobel (Magdeburg) schied als 22. (60,38) aus.

+++ Spitzenzeiten bei den Sprinterinnen +++

Die weltbesten Sprinterinnen haben schon im olympischen 100-m-Vorlauf von Tokio mit absoluten Spitzenzeiten geglänzt, auch das deutsche Duo Alexandra Burghardt und Tatjana Pinto zog souverän ins Halbfinale ein. Schnellste war am Freitagmittag (Ortszeit) die Ivorerin Marie-Josee Ta Lou, die bei leichtem Gegenwind in 10,78 Sekunden den Afrika-Rekord ihrer Landsfrau Murielle Ahoure einstellte. Auch die jamaikanischen Topfavoritinnen überzeugten: Elaine Thompson-Herah, Olympiasiegerin von 2016, war in 10,82 Sekunden Zweitschnellste, Shelly-Ann Fraser-Pryce, die 2008 und 2012 Gold geholt hatte, in 10,84 kaum langsamer.

+++ Stürze überschatten BMX-Rennen +++

Zwei schwere Stürze haben die BMX-Rennen bei den Olympischen Spielen in Tokio überschattet. In den Halbfinal-Läufen am Freitag verletzten sich Rio-Olympiasieger Connor Fields aus den USA und die Australierin Saya Sakakibara offenbar schwerer, beide mussten mit einer Trage weggebracht werden.

+++ Hockey-Damen feiern vierten Sieg im vierten Spiel +++

Angeführt von Doppel-Torschützin Lisa Altenburg haben die deutschen Hockey-Damen auch ihr viertes Gruppenspiel bei Olympia in Tokio gewonnen. Gegen Schlusslicht Südafrika gelang dem Team von Bundestrainer Xavier Reckinger am Freitag ein souveräner 4:1 (3:0)-Erfolg. Damit schloss die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes zum ebenfalls noch unbezwungenen Weltmeister Niederlande auf, der die Gruppe A anführt. Das Viertelfinal-Ticket hatten die deutschen Damen schon vorher sicher. Gegen Topfavorit Niederlande geht es nun am Samstag (11.30 Uhr MESZ) um den Gruppensieg.

+++ Badezimmersturz: Baynes vom Pech verfolgt +++

Was für Pech für Aron Baynes. Der Australier stürzte im Badezimmer und wird deshalb wohl den Rest des olympischen Basketballturniers fehlen. Das anstehende Duell gegen Deutschland am Samstag (10.20 Uhr/MESZ) wird der NBA-Profi von den Toronto Raptors definitiv verpassen. "Ich bin wirklich sehr enttäuscht, dass ich nicht weitermachen kann", sagte Baynes, er sei "traurig, dass ich die Reise mit den Jungs nicht beenden kann. Aber ich habe volles Vertrauen, dass sie die Arbeit erledigen werden." Australien gilt beim Turnier als einer der Medaillenfavoriten.

+++ Vennekamp überrascht, Mitfavoritin Karsch strauchelt +++

Die Pistolenschützin Doreen Vennekamp aus Hüttengesäß hat beim Schießen mit der Sportpistole das olympische Finale erreicht. Nach einem fast perfekten zweiten Qualifikations-Wettkampf mit dem Schnellfeuer und zwei 100er Serien belegte die Olympia-Debütantin mit insgesamt 586 Ringen Platz vier und zog in die Endrunde der besten Acht ein. Ausgeschieden ist dagegen Mitfavoritin Monika Karsch aus Regenburg. Die Olympia-Zweite von Rio mit der Sportpistole musste sich auf der Asaka Shooting Range mit insgesamt 580 Ringen und Platz 20 zufrieden geben. Möglich waren 600 Ringe.

+++ Schoenmaker stellt Weltrekord auf +++

Tatjana Schoenmaker bejubelt Gold

Schöne Bilder: Tatjana Schoenmaker wird von den unterlegenen Annie Lazor, Lilly King (beide USA) und Landsfrau Kaylene Corbett beglückwünscht. picture alliance / empics

Die südafrikanische Brustschwimmerin Tatjana Schoenmaker hat bei den Olympischen Spielen in Weltrekordzeit Gold über 200 Meter gewonnen. Die 24-Jährige schlug am Freitag in Tokio nach 2:18,95 Minuten an und verbesserte die alte Bestmarke der Dänin Rikke Møller Pedersen aus dem Jahr 2013 damit um 16 Hundertstelsekunden. Noch im Becken brach Schoenmaker völlig überwältigt in Tränen aus und wurde von einigen ihrer Konkurrentinnen umarmt. Silber ging an Lilly King aus den USA, Bronze holte deren Landsfrau Annie Lazor. Schoenmakers Bestmarke war der erste Einzel-Weltrekord bei diesen Olympischen Spielen im Schwimmen.

+++ Brasiliens Handballer wahren Chancen +++

Brasilien hat das Außenseiter-Duell gegen Argentinien mit 25:23 (14:7) gewonnen und wahrte damit seine Chancen aufs Viertelfinale. Die Seleçao trifft am Sonntag (12.30 Uhr MESZ) auf Deutschland, Argentinien ist durch die vierte Turnier-Niederlage dagegen vorzeitig ausgeschieden.

+++ Deutschland-Achter verpasst Gold +++

Der Deutschland-Achter hat bei den Olympischen Spielen in Tokio die Silbermedaille gewonnen, sein großes Ziel aber verpasst.

+++ Hochsprung-Europameister Przybylko enttäuscht +++

Hochsprung-Europameister Mateusz Przybylko ist sang- und klanglos in der Qualifikation ausgeschieden. Der 29-Jährige kam am Freitagmorgen nicht über 2,21 m hinaus und blieb deutlich unter den für das Finale am Sonntag geforderten 2,30 m. Auch zu den zwölf Besten, die unabhängig von der Höhe die Entscheidung erreichen, gehörte er nicht.

+++ Sprinterinnen läuten Leichtathletik-Wettbewerbe ein +++

Mit der Vorqualifikation über 100 m der Frauen haben am achten Tag der Sommerspiele von Tokio am Freitagmorgen im Olympiastadion die Leichtathletik-Wettbewerbe begonnen. Zehn Plätze in den Vorläufen waren dabei unter den "kleinen" Nationen zu vergeben. Schnellste war dabei Natacha Ngoye Akamabi aus der Republik Kongo in sehr achtbaren 11,47 Sekunden.

+++ Bebendorf scheidet im Vorlauf aus +++

Für den ersten deutschen Starter waren die Spiele ebenfalls schnell beendet. Der deutsche Serienmeister Karl Bebendorf (Dresden) schied über 3000 m Hindernis als Elfter seines Vorlaufs in 8:33,27 Minuten aus.

+++ Zeidler gewinnt B-Finale +++

Oliver Zeidler

Tröstete sich mit dem Sieg im B-Finale: Oliver Zeidler. Getty Images

Einen Tag nach seinem überraschenden Aus im Halbfinale hat Einer-Ruderer Oliver Zeidler bei den Olympischen Spielen in Tokio das B-Finale gewonnen. Der 25-Jährige setzte sich am Freitag souverän vor dem Italiener Gennaro di Mauro und dem Kanadier Trevor Jones durch. Damit beendete der als Gold-Kandidat in den Wettbewerb gegangene Ingolstädter die Sommerspiele auf Platz sieben.

+++ Vor Bronze-Match: Ovtcharov darf nicht in Olympia-Halle +++

Keine optimale Vorbereitung auf das Match um Bronze: Der deutsche Tischtennisspieler Dimitrij Ovtcharov kann vor seinem Spiel gegen Lin Yun-Ju aus Taiwan am Freitag (13.00 Uhr/MESZ) nicht in der Olympia-Halle trainieren. Wie der Deutsche Tischtennis-Bund mitteilte, habe das Organisationskomitee für den Zeitraum vor den für den Abend (Ortszeit) angesetzten Partien "weder Sicherheitspersonal noch Volunteers eingeplant" und könne "dies kurzfristig auch nicht einrichten". Daher sei ein Training für die drei Nationen, die am Spiel um Platz drei und am Finale beteiligt sind, nur im eine Autostunde entfernten Nakano City General Gymnasium möglich.

dpa/kon