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"Deutlich erfüllender": 'Tim Latka' resümiert FIFA-Points-Verzicht

Ein erstes Zwischenfazit

"Deutlich erfüllender": 'Tim Latka' resümiert FIFA-Points-Verzicht

Schalkes FIFA-Profi Tim 'Tim Latka' Schwartmann spricht sich weiterhin gegen FIFA-Points aus.

Schalkes FIFA-Profi Tim 'Tim Latka' Schwartmann spricht sich weiterhin gegen FIFA-Points aus. FC Schalke 04

"Ich für meinen Teil möchte in der FIFA-Szene nur noch Gutes bewirken", mit diesen Worten endet Schwartmanns Zwischenfazit in Bezug auf seinen FIFA-Point-Verzicht. In einem vereinsinternen Interview äußerte sich der Profi überaus positiv zu seinem eingeschlagenen Weg. Es würde ihm noch immer Spaß bereiten, mittlerweile habe er auch ein konkurrenzfähiges Team. Diesen Umstand beweist auch sein 30:0-Ergebnis in der vergangenen Weekend League. Seine Erfahrung habe ihm zudem gezeigt: Stetiger Fortschritt auf dem Weg zum Ziel ist "deutlich erfüllender als der kurzfristige Glückseffekt eines zusammengekauften Teams".

Kurz vor dem Release von FIFA 21 hatte sich 'Tim Latka' zusammen mit Schalke entschieden, die ihm zur Verfügung stehenden 2.000 Euro zu spenden, statt sie für FIFA-Points auszugeben. Dadurch musste er seine Mannschaft langsam aufbauen und hatte einen Nachteil bei internationalen Qualifikationsturnieren. Der 22-Jährige nahm das in Kauf, um ein Vorbild für die Community zu sein, seine Abneigung gegenüber Pay-to-Win-Systemen auszudrücken und die Demotivation zu bekämpfen, die entsteht, wenn schon kurz nach Release ein Weltklasse-Team entsteht. Von diesen Gründen ist Schwartmann immer noch überzeugt. Deswegen will er weiterhin Spieler davor warnen, "ihr Geld sprichwörtlich zum Fenster hinauszuwerfen".

Doppelter Erfolg

Auswirkungen seiner Entscheidung sieht Schwartmann bereits: "Einige Mitglieder meiner Community haben damit aufgehört, FIFA-Points zu kaufen. Darauf bin ich schon stolz." Er würde zudem viele unterstützende Nachrichten bekommen und seine YouTube-Inhalte seien glaubwürdiger, weil sich seine Situation und die seiner Zuschauer stärker ähneln. In Zahlen drückt sich das folgendermaßen aus: Auf YouTube hat 'Tim Latka' seit Ende September über 20.000 Abonnenten hinzugewonnen. Auf der Livestream-Plattform Twitch bewegen sich seine durchschnittlichen Zuschauerzahlen zwischen 1.200 und 1.500 für die Monate Oktober bis Januar. Während FIFA 20 knackte dieser Wert nur selten die 1.000er-Marke.

Neben all den positiven Entwicklungen stellte Schwartmann aber auch fest: "Es gibt weltweit weiterhin deutlich zu viele Spieler, die Unmengen an Geld für FIFA-Points ausgeben." Sein Entschluss hätte daran kaum etwas geändert. Viele Profis hatten bei seiner Ankündigung ihre Solidarität ausgedrückt, präsent blieb das Thema aber nur bei 'Tim Latka' und einigen wenigen weiteren deutschen FIFA-Persönlichkeiten.

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Christian Mittweg

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