Regionalliga

Derby in Aalen: Nimmt Ulm im Schneckenrennen Fahrt auf?

Regionalliga Südwest, 15. Spieltag

Derby in Aalen: Nimmt Ulm im Südwest-Schneckenrennen wieder Fahrt auf?

Musste zuletzt mit dem SSV Ulm 1846 Fußball einen Rückschlag hinnehmen: Trainer Thomas Wörle.

Musste zuletzt mit dem SSV Ulm 1846 Fußball einen Rückschlag hinnehmen: Trainer Thomas Wörle. imago images/Eibner

Die SV Elversberg (27 Punkte) patzte am vergangenen Wochenende gegen den FC Gießen (1:1), die TSV Steinbach Haiger (ebenfalls 27) verlor gar beim FC 08 Homburg. Doch der SSV Ulm 1846 Fußball (27) konnte die Gunst der Stunde nicht nutzen und zog völlig überraschend gegen die kriselnde TSG Balingen (zuvor 0:6 gegen Elversberg, 1:6 gegen Offenbach) zu Hause mit 1:2 den Kürzeren. Die Donaustädter verpassten dadurch den möglichen Sprung an die Tabellenspitze und mussten zudem Elversberg in der Tabelle vorbeiziehen lassen, während die fünftplatzierten Offenbacher Kickers (4:0 gegen Aalen; 26) bis auf einen Punkt an den SSV heranrückten.

Soweit zum Bild in der Tabelle, die von der diesmal spielfreien Mainzer Zweiten mit 30 Zählern angeführt wird. Der anstehende 15. Spieltag bietet für die Topteams zum einen ein Hessenderby (Gießen gegen den OFC), während Steinbach Haiger am Mittwoch Elversberg im direkten Duell empfängt.

Für die Ulmer indes geht es nach dem herben Rückschlag gegen Balingen heute zum ehemaligen Zweitligisten VfR Aalen. Das 1:2 gegen das Kellerkind kam durchaus unerwartet, nachdem sich die Mannschaft von Trainer Thomas Wörle zuvor sehr stabil gezeigt und einen reifen Eindruck an den Tag gelegt hatte.

Im Schnitt kommen 2000 Fans ins Donaustadion

Auch die Zuschauer in Ulm honorierten diese Entwicklung. Anders als bei vielen anderen Vereinen kamen zu den ersten sieben Heimspielen deutlich mehr Fans als im gleichen Zeitraum der Vor-Corona-Saison 2019/20. Über ein Drittel beträgt das Plus im Donaustadion (Schnitt: 2000 Besucher).

"Das Ergebnis passt nicht zu dem, was man auf dem Platz gesehen hat", fand Wörle und wies auf die zahlreichen Torchancen hin, die sich seine Mannschaft gegen einen "sehr engmaschig verteidigenden Gegner" erspielt habe. Aber nur Robin Heußer traf zum zwischenzeitlichen Ausgleich, zweimal hatten die Ulmer Pech bei Lattentreffern. Hinzu kamen in der Defensive ungewohnt viele Patzer und insgesamt viele fahrige Aktionen.

Kienle fehlt gegen den Ex-Klub

Beim 1:2 kurz vor Schluss bekamen die Ulmer schließlich keinen Zugriff auf Torschütze Jan Ferdinand, den hinter Ex-Profi Nick Proschwitz (TSG Hoffenheim II) aktuell zweitbesten Torjäger der Liga (8 Treffer).

Ulms nächster Gegner VfR Aalen weist Parallelen zum SSV auf. Nach einer starken Phase mit vier Siegen in Serie gab es für die Elf von Trainer Uwe Wolf Dämpfer: Beide Partien gegen Elversberg (1:4) und Offenbach (0:4) gingen deutlich verloren. Der Ex-Ulmer Steffen Kienle fehlt bei den Albstädtern heute wegen einer Gelbsperre.

Wörle freut sich auf das Spiel in der Ostalb-Arena: "Ich bin sehr gespannt, kenne das Stadion noch aus meiner aktiven Zeit und freue mich drauf. Wenn wir Unterstützung von vielen Fans kriegen, wäre das natürlich toll", wird der SSV-Coach auf der Klubwebsite zitiert.

gk/aho

Jan L

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