2. Bundesliga

Der SCF springt auf drei

Überblick: FCN beweist viel Moral

Der SCF springt auf drei

Obenauf: Freiburgs Krmas überspringt Rostocks Dorn.

Obenauf: Freiburgs Krmas überspringt Rostocks Dorn. dpa

Am Montagabend stieg das Topspiel des 3. Spieltags im badenova-Stadion. Die Ex-Bundesligisten SC Freiburg und Hansa Rostock kreuzten die Klingen. Die Elf von Trainer Robin Dutt hatte am Ende das bessere Ende für sich und sprang auf Tabellenplatz drei, punktgleich mit Kaiserslautern und Mainz.

Beide Teams begegneten sich zunächst weitgehend auf Augenhöhe. Freiburg nutzte in einer ausgeglichenen, zweikampfintensiven, aber auch höhepunktarmen Partie eine Standardsituation zur Pausenführung. Nach dem Seitenwechsel legte Rostock noch eine Schippe drauf, war stark um den Ausgleich bemüht, doch Freiburg hielt tapfer dagegen. Mit zunehmender Spieldauer wurde die Partie immer ruppiger und zerfahrener. Höhepunkte in Form von Strafraumszenen waren absolute Mangelware.

Nürnberg zeigt Moral

Am Sonntag konnte der zuletzt kriselnde Absteiger aus Nürnberg einen ersten kleinen Schritt nach vorne machen. Die Franken zeigten gegen Aachen eine ansprechende Leistung und erkämpften sich ein 2:2. Die Alemannen gingen durch Olajengbesi und Auer in Führung, doch die Mannschaft von Interimstrainer Oenning zeigte Moral und holte den Rückstand dank Eigler und Gygax auf. Im zweiten Abschnitt, in dem der eingewechselte Eigler viel Betrieb machte, waren die Franken dem Sieg mehrfach sehr nahe. Ob die Visitenkarte, die Oenning als erster Nachfolger von Thomas von Heesen abgab, für eine dauerhafte Beschäftigung ausreicht, werden die nächsten Tage zeigen.

"Löwen-Frust" ohne Ende

Im Gegensatz zu den Nürnbergern machten die Löwen keinen Schritt aus der Krise. 1860 kam zwar in Unterzahl zum 1:1-Ausgleichstreffer bei Aufsteiger Ahlen, doch die Rot-Weissen schlugen in der Nachspielzeit nochmal zu und fügen der Kurz-Elf die dritte Pleite im dritten Spiel bei. Die Münchner verloren Mitte der zweiten Halbzeit Abwehrspieler Beda wegen einer Notbremse.

Fürth verdient sich einen Punkt

Der FSV Frankfurt hatte den Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth vor Augen, doch in der Schlussphase konnte der agile Joker Allagui den verdienten Punkt für die Franken sichern. Barletta hatte die Hessen in Führung gebracht, doch zum ersten Sieg sollte dies nicht reichen. Die Franken hatten eigentlich mehr Spielanteile und waren auch technisch überlegen, doch unter dem Strich im Angriff zu wenig zwingend.

Das Spiel zwischen der TuS aus Koblenz und Wehen Wiesbaden endete torlos. Ein richtiges Schützenfest gab es dafür am Millerntor, wo St. Pauli dem Liga-Neuling Oberhausen deutlich die Grenzen aufzeigte. Schon im ersten Abschnitt stand es 3:0 für die Hanseaten, die die 2:5-Klatsche vom vergangenen Wochenende in Fürth offensichtlich bestens verarbeitet haben.

Amedick und Dick drehen den Spieß um

Der 3. Spieltag

Der 1. FC Kaiserslautern spielte am Montagabend Bundesliga-Absteiger Nürnberg (2:1) teilweise an die Wand und war auch am Freitagabend beim Aufsteiger Ingolstadt zunächst klar tonangebend. Das Tor erzielte allerdings FCI-Torjäger Demir, der den Fehler von FCK-Keeper Sippel kurz vor der Halbzeitpause mit seinem dritten Saisontor eiskalt ausnutzte. Dementsprechend gereizt gingen die Pfälzer in den zweiten Durchgang und kamen durch Amedicks Kopfball, Dicks Linksschuss und Lakics spätem 3:1 zum verdienten Auswärtssieg. Die Elf von Thorsten Fink bleibt bei drei Punkten stehen (3:2 gegen Fürth), der FCK unterstreicht seine gute Frühform und hat schon sieben Zähler gesammelt.

Bancé krönt sein Debüt mit Doppelpack

Bance

Erstes Spiel für Mainz, erste Tore für Mainz: FSV-Stürmer Bance. dpa

Am Bruchweg ist bei Heimspielen immer was los. Am 1. Spieltag das extrem unterhaltsame 3:3 der Mainzer gegen den FCK, am 3. Spieltag das packende 4:2 gegen die munter mitspielenden Osnabrücker. Die Andersen-Elf machte sofort Druck und schnürte den VfL förmlich ein, doch mehr als das 1:0 durch Bancé sprang nicht heraus. Ein Eigentor des Mainzers van der Heyden eröffnete den offenen Schlagabtausch, bei dem die Rheinhessen dank der besseren Einzelspieler und des größeren Siegeswillens die Oberhand behielten. Als die Mainzer in der Schlussphase zu zehnt auskommen mussten - der eingewechselte Pekovic sah die Rote Karte nach einem Kopfball-Duell mit Peitz - machte Hoogland mit dem vierten FSV-Tor den Sack zu. Zuvor hatte Bancé mit seinem zweiten Tor sein starkes Debüt für den FSV gekrönt. Neben dem FCK haben nun auch die Nullfünfer sieben Punkte auf dem Konto.

Bommer-Elf feiert ersten Sieg

Duisburg musste an den beiden ersten Saisonspielen mit Punkteteilungen zufrieden sein (2:2 gegen Rostock, 1:1 in Wehen), doch gegen Augsburg sah man der Bommer-Elf sofort an, dass sie den ersten Sieg wollte. Ein sehenswerter Schlenzer von Kouemaha aus 22 metern und ein spätes Tor von Christ besiegtelte die zweite Auswärtsniederlage der Fuggerstädter (zuvor 1:2 in Nürnberg).