2. Bundesliga

Hamburger SV: Torjäger Robert Glatzel meldet sich zurück

"Paderborn kommt uns jetzt gelegen"

Der Rücken schmerzt nicht mehr: HSV-Torjäger Glatzel meldet sich zurück

War gegen Magdeburg nur Joker: Robert Glatzel.

War gegen Magdeburg nur Joker: Robert Glatzel. IMAGO/Jan Huebner

Nach dem beschwerdefreien Einstieg in die Trainingswoche am Mittwoch gab der 28-Jährige, wegen Rückenbeschwerden beim 0:4 in Leipzig nicht im Kader und beim 2:3 gegen Magdeburg knapp eine Stunde nur auf der Bank, auch offiziell Entwarnung. "Seit dem Ende der letzten Woche geht es von Tag zu Tag besser, ich merke inzwischen fast nichts mehr."

Nach dem Heimspiel gegen Kaiserslautern (1:1) hatte der Torjäger erstmals über Beschwerden geklagt, sich dann durch das Derby auf St. Pauli (0:3) durchgeschleppt, ehe nichts mehr ging. "Ich habe den Rücken selbst im Alltag wie beim Autofahren gemerkt."

Der HSV hat gleichzeitig schmerzhaft gespürt, wie abhängig er von Glatzel ist. Das Fehlen von Abwehrchef Sebastian Schonlau fiel bereits schwer ins Gewicht, der Kapitän hinten und Glatzel vorn gleichzeitig sind für die Hanseaten nicht zu ersetzen. Das wurde gegen den FCM deutlich nach der Einwechslung des Mittelstürmers, der mit seiner Präsenz auf Anhieb die gesamte Statik des Offensivspiels veränderte - und doch die eigene Rolle beim finalen Sturmlauf nicht überbewertet wissen will. "Ich denke, es lag auch allgemein daran, dass wir nach dem 0:2 alles nach vorn geworfen haben, dass ich dadurch noch mehr Freiräume hatte und zur Geltung kam."

Sachliche Einordnung der Sieglos-Serie

In Paderborn wird Glatzel wieder von Beginn an auflaufen - und will mithelfen die brenzlige Situation nach vier sieglosen Pflichtspielen zu drehen. Generell aber ist er um einen sachliche Einordnung der Sieglos-Serie bemüht, klammert das 1:1 gegen Kaiserslautern aus, führt für die Derby-Pleite "die rund 60 Minuten in Unterzahl" an und sagt über das 0:4 in Leipzig: "Natürlich wollten wir weiterkommen, aber wir müssen realistisch sein und die Qualität des Gegners anerkennen, der nun selbst Real Madrid zu Hause geschlagen hat."

Keine Relativierung nimmt er in Bezug auf den zurückliegenden Sonntag vor: "Für die Partie gegen Magdeburg müssen wir uns viel vorwerfen lassen." Grundsätzlich aber geht sein Blick nach vorn: "Wir haben jetzt noch vier Spiele bis zur Winterpause, und gerade das Duell mit einem direkten Konkurrenten kommt aus meiner Sicht genau gelegen, um die Situation wieder zu drehen." Mit einem gesunden und schmerzfreien Glatzel.

Sebastian Wolff

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