Relegation

Magath redet Boateng stark: "Der Prince ist ein Finalspieler"

Hertha-Coach Magath redet Boateng stark

"Der Prince ist ein Finalspieler"

Kevin-Prince Boateng (li.) und sein Trainer Felix Magath.

Kevin-Prince Boateng (li.) und sein Trainer Felix Magath. IMAGO/Laci Perenyi

Am aus Hertha-Sicht ziemlich trostlosen Donnerstagabend hatte Felix Magath keine Verwendung für Kevin-Prince Boateng. Das Spiel, resümierte Magath nach der 0:1-Niederlage gegen den Zweitligisten Hamburger SV, habe eine Einwechslung des Routiniers "nicht hergegeben". Vor dem Rückspiel stehen die Berliner mit dem Rücken zur Wand - und die Karten für Boateng deutlich besser. "Er wird morgen Abend eine große Rolle spielen", kündigte Magath am Sonntag an. "Der Prince ist ein Finalspieler. Der weiß, wie das geht." Und mit Blick auf den in der Pressekonferenz neben ihm sitzenden Geschäftsführer Fredi Bobic sagte Herthas Trainer: "Fragen Sie mal meinen Nachbarn, was der Prince im Pokalfinale von Eintracht Frankfurt gemacht hat (2018 beim 3:1-Finalsieg gegen den FC Bayern, d. Red.). Der kann so etwas. Und den braucht natürlich auch die Mannschaft morgen beim Finale."

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Das klang sehr nach einem Startelf-Ticket - beinahe nach einer Startelf-Garantie - für den Heimkehrer im letzten und wichtigsten Spiel der Saison. "Mit Prince werden wir jemanden brauchen, der in der Offensive für Ordnung sorgt", sagte Magath. "Das liegt auf der Hand."

Auch an die Rückkehr von Mittelfeld-Abräumer Santiago Ascacibar knüpft der Coach vor seinem letzten Spiel in Hertha-Diensten große Hoffnung. Im Hinspiel hatte der Argentinier eine Gelb-Sperre abgesessen. "Mit Santi, der jetzt wieder zurückkommt, hat uns ein ganz wichtiger Mentalitätsspieler gefehlt. Er hat uns in den vergangenen Wochen sehr, sehr gut geholfen und war einer der überragenden Spieler in der Mannschaft", erklärte Magath. "Wir hatten im Hinspiel leider nicht die Kompaktheit wie in den Spielen vorher. Es war so, dass Niklas Stark (der Ascacibar im Hinspiel vertrat, d. Red.) vorher krank und nicht im Vollbesitz seiner Kräfte war. Er war nicht in der Lage, die Lücke, die Santi aufgerissen hat, zu schließen. Ich bin überzeugt, dass wir am Montag im Mittelfeld kompakter spielen werden und die Partie mehr kontrollieren werden als im Hinspiel."

Boateng und Ascacibar - sie sind Magaths Hoffnungsträger für das Endspiel in Hamburg.

Steffen Rohr