Bundesliga

Der Plan mit Zé Roberto

Schalke: "Genügend Argumente" auch für Streit

Der Plan mit Zé Roberto

Albert Streit

Wunschkandidat: Am Frankfurter Albert Streit bleibt Schalke dran. imago

Zé Roberto kostet rund drei Millionen Euro Ablöse und wäre ein "Vorgriff" auf die neue Saison. "Ein solches Szenario kann sich immer mal ergeben, wenn ein Spieler im Sommer dann schwerer oder gar nicht mehr zu haben wäre", hatte S04-Manager Andreas Müller zu Wochenbeginn noch allgemein formuliert.

Schon seit August war der Spielmacher bei Schalke im Gespräch. Damals dementierte Müller noch ein Interesse. Jetzt nimmt der Deal Konturen an. Die ins Auge gefasste Verpflichtung des laufstarken, technisch versierten "Zehners" - auch ein Eingeständnis, dass nach dem Abschied von Lincoln ein Kreativ-Vakuum im zentralen Mittelfeld entstanden war. Zugang Ivan Rakitic (19) überzeugte zwar mit Präsenz und Abschluss-Stärke, entsprach aber von vornherein nicht dem Profil eines Regisseurs. Anders als Mesut Özil (19), dem aber naturgemäß noch Konstanz und Effektivität fehlen. Der Uruguayer Carlos Grossmüller (24) ist zwar ballsicher, aber nicht unbedingt ein Akteur für den "tödlichen Pass". Offener denn je ist durch den angedachten Zé-Roberto-Transfer die Zukunft von Mimoun Azaouagh (24), der ohnehin Abwanderungsgedanken äußerte.

Zuversicht bei Streit-Transfer

Darüberhinaus scheint kein großer Handlungsbedarf mehr zu bestehen, um den Transfer des nächsten Wunschspielers Albert Streit (27, Frankfurt) spätestens im Sommer für die dann fixe Ablöse von einer Million Euro abzuschließen. Eine bereits erfolgte Einigung bestätigt Müller zwar nicht, doch klingt aus seinen Worten verräterische Zuversicht: "Albert ist nicht verstimmt darüber, dass es letzten Sommer nicht klappte. Ich denke, wir haben weiterhin genügend gute Argumente." Die Eintracht, die Streit einen neuen Zweijahresvertrag anbietet, werde nicht hintergangen, betont Müller: "Wir haben von Anfang an gesagt, wir bleiben für nächste Saison dran. Das weiß schließlich auch Heribert Bruchhagen."

Thiemo Müller