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Der gefeierte "Highlander" Ibrahimovic - und ein erneut unerwarteter Stopp

Oberschenkelverletzung sorgt für eine Zwangspause

Der gefeierte "Highlander" Ibrahimovic - und ein erneut unerwarteter Stopp

Auf seine Tore ist auch im Alter von 39 Jahren noch absolut Verlass: Milan-Star Zlatan Ibrahimovic begeistert weiterhin.

Auf seine Tore ist auch im Alter von 39 Jahren noch absolut Verlass: Milan-Star Zlatan Ibrahimovic begeistert weiterhin. imago images

Sechs Serie-A-Ligaspiele, zehn Tore, darunter vier Doppelpacks - den jüngsten davon via feinem Kopfball und Abstauber beim wichtigen 3:1 in Neapel an diesem Sonntag: Zlatan Ibrahimovic, der seinen Kollegen zuletzt jeweils eine nigelnagelneue Playstation 5 von Sony zu deren Veröffentlichung geschenkt hat, ist derzeit nicht wegzudenken aus der Milan-Startelf. Der Schwede begeistert seit Monaten wieder ohne Pause, fast ohne Pause: Eine COVID-19-Infektion hat "Ibra" zuletzt zum unfreiwilligen Aussetzen gezwungen.

Seinen sagenhaften Lauf von Toren am Fließband hat das aber nicht beeinträchtigt, der Doppelpack am Vesuv lässt grüßen - und die Medien frohlocken. "Ibrahimovic ist ein Highlander, der Neapel schwere Hiebe erteilt und dem Match ein unglaubliches Tempo aufzwingt", fabuliert etwa die römische Tageszeitung "La Repubblica". "Der alte Zlatan lädt die ganze Mannschaft auf seine Schultern und zieht sie zum Sieg", kommentiert die "Gazzetta dello Sport". Und "Tuttosport" urteilt: "Superstar 'Ibra' zwingt Neapel in die Knie. Der Schwede ist konzentriert, motiviert und mit seinen Teamkollegen unglaublich freigiebig. Er stellt sich stets in den Dienst der ganzen Mannschaft."

Durchaus als kleines gutes Omen für die Mailänder zu verstehen: Den bislang letzten Auswärtssieg bei den Neapolitanern haben die Rossoneri vor zehn Jahren gefeiert. Der Ertrag damals: die Meisterschaft 2010/11 mit Akteuren wie Andrea Pirlo, Gennaro Gattuso, Clarence Seedorf, Ronaldinho, Pato, Robinho, Kevin-Prince Boateng, Filippo Inzaghi und eben auch schon "seine schwedische Majestät himself". "Ibrahimovic hat ein beispielloses Charisma, er ist ein Alien, der Meisterwerke schafft und mit seinen Fähigkeiten Neapel versenkt", passend dazu der "Corriere dello Sport".

Denn: Auch mit 39 Jahren wirkt der technisch affine, schussgewaltige, robuste, körperlich richtig fitte und kopfballstarke Ibrahimovic noch lange nicht satt - und macht das nun schon seit vielen Momanten absolut überzeugende Milan (derzeit nach acht Spieltagen ungeschlagen mit 20 Punkten ganz oben) besser.

Wer springt nun ein?

Allerdings stimmt das in diesen Stunden mit dem "richtig fit" nicht mehr ganz: In Neapel hat sich Ibrahimovic spät eine Oberschenkelverletzung zugezogen, ist ausgewechselt worden und fehlt den Lombarden um Hakan Calhanoglu oder Trainer Stefano Pioli in etwa zehn Tage, also womöglich drei Spiele (in der Europa League in Lille am Donnerstag, in der Serie A gegen Florenz am Sonntag, gegen Celtic Glasgow nächsten Donnerstag). So müssen nun Rafael Leao und/oder Ante Rebic einspringen.

mag

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