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Der FC Barcelona will Chelsea-Profi Antonio Rüdiger - sofort!

Deutscher Nationalspieler bei Chelsea derzeit nicht gefragt

Der FC Barcelona will Antonio Rüdiger - sofort!

Ein Abschied steht bevor: Nationalspieler Antonio Rüdiger könnte den FC Chelsea noch in Kürze verlassen.

Ein Abschied steht bevor: Nationalspieler Antonio Rüdiger könnte den FC Chelsea noch in Kürze verlassen. imago images

Im Falle des aktuellen Interesses an Rüdiger geht es um ein sofortiges Leihgeschäft, das diese Klubs anstreben. Knifflig könnte dabei nur werden, dass Rüdigers Vertrag bei den Blues in London noch zwei Jahre läuft. Doch das sind Dinge, die erst im zweiten Schritt geklärt werden müssen.

Fakt ist: Rüdiger saß beim ersten Ligaspiel des FC Chelsea, beim 3:1-Sieg in Brighton, 90 Minuten auf der Bank. Schon beim Aus der Engländer im Achtelfinalrückspiel der Königsklasse Anfang August in München (1:4) war er von Trainer Frank Lampard nicht berücksichtigt worden. Dieser Trend setzte sich nun fort, der Tiefpunkt war am vergangenen Sonntag erreicht: Ohne nähere Angaben von aus Rüdigers Sicht zufriedenenstellenden Gründen und sich später öffentlich in Allgemeinplätze flüchtend, strich Lampard den Abwehrhünen aus dem Kader für das Match gegen Liverpool, das 0:2 verloren ging. Und auch für das Ligapokal-Heimspiel am Mittwochabend gegen den Zweitligisten FC Barnsley wurde Rüdiger nicht nominiert.

Christensen, Zouma & Talent Tomori vor Rüdiger

Diese Signale, die da von Lampard ausgesendet wurden, stießen in Europa schnell auf gierige Empfänger: Neben Barça und der Roma soll noch ein anderes europäisches Schwergewicht an Rüdiger interessiert sein, ebenso Konkurrenz von Chelsea aus der Premier League. Ein Bundesligist scheint aktuell nicht unter den Mitbewerbern. Doch an Alternativen mangelt es nicht.

Antonio Rüdiger

Auf nach Barcelona - oder gar zurück zur Roma? Antonio Rüdiger könnte bald den Verein wechseln und somit Chelsea verlassen. imago images

Rüdiger ist natürlich ob seiner Situation ins Grübeln gekommen, er soll sehr verwundert sein. Lange war er uneingeschränkter Stammspieler, gar Abwehrchef an der Stamford Bridge. Doch nun zieht der Coach dem Deutschen nicht nur plötzlich den Ex-Gladbacher Andreas Christensen, der am Wochenende Rot sah, sondern auch Kurt Zouma und das Talent Fikayo Tomori vor. Keiner aus diesem Trio jedoch hatte in der Vorsaison auf Strecke besser als Rüdiger gespielt. Weil aber auch damit zu rechnen ist, dass Neuzugang Thiago Silva, der aus Paris kam - keinen Stammplatz auf der Bank bekommt, sind Rüdigers Perspektiven auf einmal schlecht.

Erst wollte Chelsea noch verlängern

Eine Entwicklung, die als überraschend bezeichnet werden darf - und die sich mangels fehlender Vorbereitungszeit auf die Saison so auch nicht angekündigt hatte. Nicht nur, dass Rüdiger eine ordentliche Rückrunde spielte - der kicker ordnete ihn unlängst in der Rangliste der Deutschen im Ausland "Im weiteren Kreis" ein - mehr noch: Vor einigen Wochen wollte der Klub den bis Juni 2023 laufenden Vertrag nach kicker-Informationen sogar verlängern! Nun diese Kehrtwende, nicht zwingend bei den Verantwortlichen, sehr wohl aber beim Trainer.

Ein Aussitzen seines Vertrages kommt für Toni Rüdiger nicht infrage. Zum einen tickt der ehrgeizige und fleißige Innenverteidiger so nicht, zum anderen hat er - siehe kicker-Ausgabe vom vergangenen Montag - auch die EM-Endrunde 2021 massiv im Blick. Ein Jahr auf der Bank oder Tribüne bei Chelsea würde seine Position beim Bundestrainer Joachim Löw sehr verschlechtern. Das will er nicht riskieren, er will konstant Spielpraxis, sodass ein Transfer nun noch vor dem 5. Oktober über die Bühne gehen könnte. Vielleicht geht nun alles ganz schnell, vielleicht wird der deutsche Nationalspieler Rüdiger bald der Teamkollege von Marc-André ter Stegen sein.

Dann würden mit den Neuzugängen Timo Werner und Kai Havertz nur noch zwei deutsche Profis im Kader des FC Chelsea verbleiben.

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Thomas Böker

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