Bundesliga

Der Fall Krauß: Warum ein Schalker Abstieg Leipzig helfen könnte

Kehrt das Eigengewächs nochmal zurück?

Der Fall Krauß: Warum ein Schalker Abstieg Leipzig helfen könnte

Tom Krauß spielt momentan bei Schalke 04 und trifft nun auf seinen Ausbildungsklub.

Tom Krauß spielt momentan bei Schalke 04 und trifft nun auf seinen Ausbildungsklub. IMAGO/HJS

Der Transfersommer 2022 stand bei RB Leipzig auch unter dem Vorzeichen, Abnehmer für die zahlreichen Eigengewächse zu finden, denen man den Durchbruch in der eigenen Profimannschaft nicht zutraut. Gleich zwölf in der eigenen Akademie ausgebildete Jung-Profis wurden verkauft oder verliehen, darunter auch Tom Krauß (21). Der Mittelfeldspieler wechselte nach zwei Leihjahren beim 1. FC Nürnberg ebenfalls auf Leihbasis zum FC Schalke 04 und trifft am heutigen Dienstag erstmals auf seinen Ex-Verein. Schon damals gab es intern Stimmen, die dafür plädierten, Krauß zumindest mal eine Chance im eigenen Kader zu geben.

Wenn wir über einen Leipziger Jungen reden, ist es unsere Pflicht zu schauen, wie er sich entwickelt.

Marco Rose

Trainer Marco Rose und Sport-Vorstand Max Eberl, die Leipziger Entscheider von heute, waren im Sommer noch nicht im Amt und entsprechend nicht in den Transfer involviert. Beide machten zuletzt hingegen deutlich, dass sie sich Krauß, der auf Schalke auf Anhieb Fuß fasste, durchaus in den eigenen Reihen vorstellen können. "Wenn wir über einen Leipziger Jungen reden, ist es unsere Pflicht zu schauen, wie er sich entwickelt", sagte Rose, der mit Krauß' Vater Holger gemeinsam in der Jugend des VfB Leipzig auflief, im Vorfeld des Gastspiels auf Schalke: "Er ist bei Schalke unter schwierigen Bedingungen im Abstiegskampf sofort zur fixen Größe geworden und macht das sehr gut."

Zuvor hatte bereits Eberl als Ziel formuliert, "Jungs, die in unserer Akademie groß geworden sind, in die erste Mannschaft zu führen", explizit nannte er dabei Krauß: "Vielleicht kommt er zurück, wenn es einen gewissen Misserfolg bei Schalke 04 gäbe."

Was Eberl damit meint: Sollte Schalke den Klassenerhalt schaffen, greift zum Saisonende eine Kaufpflicht. Die vereinbarte Summe von drei Millionen Euro wären angesichts der Entwicklung und Perspektive des lauf- und zweikampfstarkenn U-21-Auswahlspielers vergleichsweise günstig angesetzt. Im Abstiegsfall hingegen kehrt Krauß zumindest zunächst einmal nach Leipzig zurück, dort läuft sein Vertrag noch bis 2025.

Oliver Hartmann

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