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Der Abbruch in Mecklenburg-Vorpommern ist beschlossen

Zwei Kreisverbände werden eigenständige Regelungen treffen

Der Empfehlung gefolgt: Der Abbruch in Mecklenburg-Vorpommern ist beschlossen

Abbruch in Mecklenburg-Vorpommern: Die Sportplätze bleiben auch in diesem Bundesland erstmal verwaist.

Abbruch in Mecklenburg-Vorpommern: Die Sportplätze bleiben auch in diesem Bundesland erstmal verwaist. IMAGO / Jan Huebner

"Aktuell haben wir eine besorgniserregende Entwicklung, auf die wir reagieren müssen", sagte Joachim Masuch, Präsident des Landesfußballverbands Mecklenburg-Vorpommern (LFV), vergangene Woche und plädierte in seiner Eigenschaft als Mitglied des verbandseigenen Krisenstabs für einen Abbruch der aktuellen Saison. Masuch sagt nun im Bezug auf den lange angestrebten Plan, den Spielbetrieb doch noch irgendwie möglich zu machen: "Mit den nunmehr deutlich restriktiveren Vorgaben rund um mögliche Öffnungen - unter anderem das Schnell- und Selbsttesterfordernis, welches für den Großteil der Amateurvereine in jeglicher Hinsicht ein nahezu unüberwindbares Hindernis darstellt - ist dies einfach nicht mehr flächendeckend möglich."

Am Dienstag folgte der Vorstand des LFV demzufolge der Empfehlung des Krisenstabs und beschloss das Ende der Saison 2020/21. Während es keine sportlichen Absteiger geben wird - allenfalls freiwillige Rückstufungen sind möglich - will der Verband Aufsteiger mittels Quotientenregel ermitteln. Offizielle Staffelsieger beziehungsweise Meister werden nicht gekürt. Der LFV schreibt in seiner Mitteilung: "Einzige Neuerung in Sachen Aufstieg auf Landesebene: Statt der zunächst geplanten vier wird es lediglich drei Aufstiegsplätze in die Verbandsliga für die Landesligisten geben."

Zwei Ausnahmen

Dies alles gilt zumindest auf Verbandsebene und in vier von sechs Kreisverbänden. Der LFV teilt mit: "Eigenständige Regelungen für den weiteren Umgang mit der Saison in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich werden derweil die beiden Kreisverbände Mecklenburgische Seenplatte und Nordvorpommern-Rügen treffen. Dieses Vorgehen wurde seitens des erweiterten LFV-Vorstandes zur Kenntnis genommen."

Ein bisschen gekickt könnte in absehbarer Zeit aber doch noch werden, sofern es die Corona-Lage zulässt. Zum einen sollen der Landespokal und die Kreispokale sportlich beendet werden, zur Not über das offizielle Saisonende am 30. Juni hinaus. Außerdem lässt der Verband seinen Vereinen in Sachen Freundschaftsspielen freie Hand. Ulf Kuchel, Vorsitzender des Spielausschusses, setzt jetzt andere Prioritäten: "Wir richten den Fokus fortan auf die Planung der neuen Saison."

stw

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