3. Liga

Der DFB prüft die Einführung eines Rettungsschirms

Drittliga-Klubs bekommen nur 800.000 Euro

Der DFB prüft die Einführung eines Rettungsschirms

Prüft die Einführung eines Rettungsschirms für Zweitliga-Absteiger: der Deutsche Fußball-Bund.

Prüft die Einführung eines Rettungsschirms für Zweitliga-Absteiger: der Deutsche Fußball-Bund. imago

Ein Zweitliga-Verein kassiert pro Saison Minimum vier Millionen Euro, vor allem durch TV-Gelder ermöglicht. In der 3. Liga fließt dahingehend ein extrem schmaler Fluss von Banknoten, da diese Klasse - trotz Profi-Status - eine deutlich geringere mediale Präsenz hat.

So kassiert ein Verein beim Abstieg - wie eben letztes Jahr Aachen - gerade einmal 800.000 Euro. Sicherlich zu wenig, um den Kader zu halten. Und tut es der Klub doch, muss er sich beim Ausbleiben großer Sponsoren und/oder Investoren zwangsläufig verschulden, um sein Ziel "Rückkehr 2. Liga" aufrecht zu erhalten. Dieses Vorhaben allerdings mündet eben wie bei jenen erwähnten Klubs eher in der Abzweigung Insolvenz.

Stuttgarter Kickers - Vereinsdaten
Stuttgarter Kickers

Gründungsdatum

21.09.1899

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Kickers Emden - Vereinsdaten
Kickers Emden

Gründungsdatum

24.03.1946

Vereinsfarben

Blau-Weiß

Rot Weiss Ahlen - Vereinsdaten
Rot Weiss Ahlen

Gründungsdatum

01.06.1996

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Alemannia Aachen - Vereinsdaten
Alemannia Aachen

Gründungsdatum

16.12.1900

Vereinsfarben

Schwarz-Gelb

TuS Koblenz - Vereinsdaten
TuS Koblenz

Gründungsdatum

01.08.1911

Vereinsfarben

Blau-Schwarz

"Diese Vereine haben häufig einen höheren Kostenapparat aufgebaut, welcher bei einem Abstieg schwer zu reduzieren ist", fasst der für die 3. Liga verantwortliche DFB-Direktor Ulf Schott den Grund für die neuerlichen Überlegungen gegenüber dem "Focus" nochmals zusammen. Neben dem Plan eines Rettungsschirms sucht der Deutsche Fußballbund bereits seit einiger Zeit auch einen exklusiven Haupt-Sponsor für die seit fünf Spielzeiten existierende dritte Profi-Klasse, der die "erwarteten Gegenleistungen angemessen und sachgerecht rechtfertigt", so Schott.

Ab nächster Saison sind die Verträge mit den TV-Anstalten noch höher dotiert, was eine in der Folge noch größere Kluft erwarten lässt.