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Cesc Fabregas wechselt in die Serie B - warum?

Spanischer Titelsammler heuert in der Serie B an

Der Como-Coup: Fabregas hat für die 2. Liga Geld und die MLS ausgeschlagen

Spielt fortan in der zweiten italienischen Liga - und hat noch einiges vor: der Spanier Cesc Fabregas. IMAGO/Gribaudi/ImagePhoto

Den Transfer von Cesc Fabregas hatten die Italiener bereits am 15. Juli verkündet, an diesem Montag nun folgte die ofizielle Vorstellung - natürlich groß gefahren mit großem Medienaufgebot, Trikot-Vorstellung mit "seiner" gewohnten Rückennumer 4 und Pressekonferenz.

Dabei musste der 35-jährige Fabregas, seines Zeichens Ex-Spieler von Arsenal, Barcelona, Chelsea und Monaco (über 500 Ligaspiele in diesen drei Top-Ligen), natürlich auch erklären, warum es ihn ausgerechnet im Herbst seiner Karriere in die Serie B zog.

Das "Dolce Vita" im Norden Italiens am Comer See inmitten der Lombardei nahe der Modemetropole Mailand allein sei es nicht. Der spanische Mittelfeldmann, der für seine Feinfühligkeit am Ball bekannt ist, hat noch Großes vor. Das machte der mehrmalige nationale Meister und spanische Welt- (2010) sowie zweimalige Europameister (2008, 2012) bei seiner Antrittsrede klar: "Ich bin hierher gewechselt, um meinen bestmöglichen Fußball zu zeigen und so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Darum geht es mir." Die Zeit, die Schuhe an den Nagel zu hängen, sei aufgeschoben.

Vertrag in Como: "Geld war mir dabei nicht wichtig"

Überzeugt von diesem für Como natürlich großen Deal hatte ihn laut eigener Aussage Dennis Wise, 55-jähriger Ex-Spieler von Chelsea und heutiger Chef des Serie-B-Klubs. Die beiden hätten sich intensiv ausgetauscht und so sei letztlich die Entscheidung pro Como gefallen.

Fabregas machte auf der PK aber noch mehr klar - allen voran unterstrich der in der Provinz Barcelona aufgewachsene Profi sein oberstes Ziel: "Ich will Como dahin zurückbringen, wo es hingehört - in die Serie A. Doch ich bin für noch mehr Gründe hierhergekommen. Ich wollte ein Projekt, das mich mit Euphorie erfüllt, Geld war mir dabei nicht wichtig. Ich erkenne hier aber dafür ein zukunftsträchtiges Projekt und denke, dass das eine meiner größten Herausforderungen meiner Karriere wird."

Eingetrudelte Angebote aus der amerikanischen MLS schlug Fabregas für den zweitklassigen Klub und das Team mit dem Spitznamen Lariani, das erst vor zwei Jahren wieder in die Zweitklassigkeit zurückgekehrt war und letztmals 2002/03 in der Serie A gespielt hatte, sogar aus: "Das ist ist ein deutlich besseres Projekt als die MLS."

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