Regionalliga

Der Chemnitzer FC will "keinen Testspiel-Charakter zulassen"

Müller fehlt gegen Luckenwalde gesperrt

Der Chemnitzer FC will "keinen Testspiel-Charakter zulassen"

Gelingt ein Sieg auch ohne ihm? Stammspieler Tobias Müller fehlt gegen Luckenwalde gesperrt.

Gelingt ein Sieg auch ohne ihm? Stammspieler Tobias Müller fehlt gegen Luckenwalde gesperrt. imago images

Der Chemnitzer FC steht weiterhin unter Druck: Nach zehn Spieltagen hat der Drittliga-Absteiger gerade einmal elf Punkte auf dem Konto und rangiert auf Platz 14 in der Regionalliga Nordost. Gegen den FSV 63 Luckenwalde erwartet Trainer Daniel Berlinski wieder eine "schwierige Aufgabe". Es ist zwar das erste Aufeinandertreffen beider Teams, der Gegner jedoch kein Unbekannter: In der Videoanalyse sahen die Chemnitzer bereits viele Spiele von Luckenwalde, da der FSV jeweils zuvor gegen die kommenden Gegner des CFC spielte. Luckenwalde sei, so Berlinski auf der Pressekonferenz vor dem Spiel, ein "defensiv sehr kompakter Gegner, der von hinten heraus versucht, mutig Fußball zu spielen".

Systemumstellung bei Chemnitz

Auch der Chemnitzer FC arbeitet daran, defensiv stabiler zu stehen. Dazu gehört: "Zweikämpfe adäquat führen, das ist das A und O", so Berlinski. Man müsse zudem individuelle Fehler abstellen. Der Coach stellte im Laufe der Saison deshalb das 4-1-4-1 zu einem 3-4-3 um. Die Mannschaft profitiere mit drei nominellen Innenverteidigern bei eigenen Angriffen von einer besseren Restabsicherung. Berlinski sieht eine klare Steigerung von Spiel zu Spiel. Trotzdem sei das System "nicht in Stein gemeißelt".

Auf Strecke wäre es bestimmt schwierig ihn zu ersetzen, aber in einem Spiel müssen wir es auch hinbekommen.

Daniel Berlinski

In der Mannschaft muss Berlinski sowieso mindestens eine Umstellung vornehmen: Stammspieler und Stütze des Teams Tobias Müller ist nach seiner Gelb-Roten Karte im Spiel gegen Jena gesperrt. Der 27-Jährige sei der "Dreh- und Angelpunkt in unserem Spiel", sagt Berlinski. "Auf Strecke wäre es bestimmt schwierig ihn zu ersetzen, aber in einem Spiel müssen wir es auch hinbekommen." Je nach Ausrichtung könnten Riccardo Grym, Okan Kurt, Tim Campulka oder Christian Bickel seine Position übernehmen.

Auf die Unterstützung durch Fans können die Chemnitzer ebenfalls nicht zählen: Berlinski erlebt sein erstes Geisterspiel. Ob die Zuschauer fehlen, würde man nach dem Spiel sehen. "Wenn es nicht läuft, wird man auch ausgepfiffen, wie in der ersten Halbzeit gegen BAK", erinnert sich Berlinski. Wichtig sei es, bei einem so wichtigen Spiel "keinen Testspiel-Charakter zuzulassen".

kon

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