2. Bundesliga

In Kaiserslautern überwiegt nach dem Pokal-Aus der Stolz

"Schlitzohr" Ritter erklärt sein Traumtor

"Der Auftritt war sensationell": In Kaiserslautern überwiegt der Stolz

Dirk Schuster war nach Abpfiff stolz auf seine Spieler.

Dirk Schuster war nach Abpfiff stolz auf seine Spieler. IMAGO/Eibner

Der 1. FC Kaiserslautern stand gegen den SC Freiburg kurz vor der Überraschung. Letztendlich mussten die Pfälzer nach einem Pokalfight über 120 Minuten aufgrund Doans Geniestreich aber das Aus hinnehmen. Trotzdem überwog sowohl bei den Spielern als auch bei Trainer Dirk Schuster der Stolz auf das Geleistete: "Wie die Mannschaft aufgetreten ist, war sensationell. Wir können mit erhobenem Kopf die Segel streichen", so der Coach, für den "einzig" das Gefühl des Ausscheidens an diesem Tag schlecht sei, gegenüber "Sky".

Lautern trauert den Chancen auf das 2:0 nach

Vor allem trauerten Schuster, Hendrick Zuck und Marlon Ritter den verpassten Chancen auf das 2:0 nach - Terrence Boyd vergab in der Schlussphase innerhalb von vier Minuten viermal die Entscheidung. "Dann ist das Dingen durch", wusste auch Ritter. Stattdessen wurde der FCK "wieder nach einer Standardsituation bestraft", stellte Schuster fest - in der Verlängerung setzte sich dann die individuelle Klasse des Bundesligisten durch. 

Spieler mit individueller Klasse besitzen aber auch die Pfälzer: Dies bewies der von Zuck als "Schlitzohr" bezeichnete Ritter mit seinem Traumtor, als er den weit vor dem Tor stehenden Mark Flekken aus gut 50 Metern überwand. Der Treffer fiel aber nicht zufällig, da über die offensive Spielweise des Freiburger Schlussmanns im Vorfeld gesprochen worden war: "Unser Torwart-Trainer kam vor ein paar Tagen zu mir und sagte: Wenn du den Ball mal erkämpfst, schau wo der Torwart steht", verriet der 27-Jährige, der in der 33. Minute daran gedacht habe und es einfach versuchte. Beim Jubeln rannte der gebürtige Essener gleich zu Torwart-Coach Andreas Clauß, um sich für den Ratschlag zu bedanken.

Mit dem gesammelten Selbstvertrauen aus den ersten beiden Ligaspielen und der Leistung aus dem Pokalspiel können die Roten Teufel mit breiter Brust am kommenden Sonntag (13.30 Uhr, LIVE bei kicker) den FC St. Pauli empfangen.

aka

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