Bundesliga

Ermedin Demirovic und Lucas Höler vom SC Freiburg hatten es im Gefühl

Doppelspitze beendete in Leverkusen die Freiburger Torflaute

Demirovic und Höler hatten es schon vor dem Spiel im Gefühl

Zufrieden mit der Leistung gegen Bayer: Ermedin Demirovic.

Zufrieden mit der Leistung gegen Bayer: Ermedin Demirovic. imago images

Nach schwierigen Spielen gegen defensiv ausgerichtete Gegner hatten die Freiburger schon ein bisschen darauf gehofft, dass ihnen die auf Ballbesitz ausgerichteten Leverkusener gerade recht kommen könnten, um mal wieder Räume zu haben, um selbst gefährlich zu werden. Eine Halbzeit lang war das so gut wie gar nicht der Fall, bis auf einen Kopfball von Ermedin Demirovic kurz vor Pause. In der zweiten Halbzeit machte Demirovic gleich mit der ersten Chance das erste Tor.

"In der Ballsicherheit waren wir auf jeden Fall besser, auch wenn sie nicht immer da war", sagte der Schütze des Führungstreffers, "dann waren wir in den Zweikämpfen extrem robust und haben die Mehrheit, vor allem die wichtigen, gewonnen, und wir haben uns in jeden Schuss rein geschmissen." Das vielleicht Wichtigste schickte er erst hinterher: "Und wir waren effizient mit zwei Toren bei zwei Chancen - das ist stark."

Spielersteckbrief Höler
Höler

Höler Lucas

Spielersteckbrief Demirovic
Demirovic

Demirovic Ermedin

Zwei Spieler hatten mich auf dem Schirm, keiner wusste, wer mich nehmen soll.

Lucas Höler

Für Demirovic, der im Januar noch mit zwei Treffern und vier Vorlagen geglänzt hatte, dann bis zum letzten Februartag aber ohne Torbeteiligung blieb, hatte sich das Ende der Flaute schon angedeutet. Mit Vorbereiter Lucas Höler hatte er "vor dem Spiel darüber geredet, dass wir beide ein gutes Gefühl haben, das war auch schon in der Trainingswoche so". Höler war bei einem Umschaltmoment auf wenig Gegenwehr gestoßen, sowohl Aranguiz als auch Wendell schauten ihm nur hinterher, als er den Ball zu Demirovic zurücklegte, der vom Elfmeterpunkt aus traf.

"Zwei Spieler hatten mich auf dem Schirm, keiner wusste, wer mich nehmen soll und da habe ich meine Chance genutzt durchzumarschieren, und zum Glück war Demi in der Mitte", sagte der 26-Jährige am "Sky"-Mikrofon, "in der Pause hatten wir uns vorgenommen, dass wir dem Gegner auch mal unser Spiel aufzwingen wollen, und dann waren wir einfach eiskalt."

Höler will es gegen jedes Team zeigen

Mit seiner Leistung schaffte es Höler erstmals in dieser Saison in die kicker-"Elf des Tages", denn er war auch noch selbst erfolgreich. Seinen Treffer bereiteten Demirovic und Vincenzo Grifo vor. Er konnte völlig freistehend aus kurzer Distanz einschieben und sich über sein drittes Saisontor freuen. Das erste hatte er im Hinspiel gegen Leverkusen erzielt, das aber mit einer Niederlage endete. Damit hat er schon dreimal gegen die Werkself getroffen, die gleiche Anzahl an Toren erzielte er auch gegen die Bayern - so viel wie gegen keinen anderen Gegner in der Bundesliga.

"Ich denke, das ist Zufall", sagte Höler, "ich will es gegen jede Mannschaft richtig zeigen." Gegen einen weiteren Topklub kann er seine Bilanz nun am kommenden Wochenende aufbessern. Gegen RB Leipzig hat der Stürmer insgesamt erst eine Vorlage auf dem Konto. Die lieferte er im Heimspiel in der vergangenen Saison, das der Sport-Club durch Tore von Nicolas Höfler und Nils Petersen mit 2:1 gewonnen hat.

Daniela Frahm

Zwei glatte Einser und drei Premieren: Die kicker-Elf des 23. Spieltags