Bundesliga

Kerem Demirbay: "Diese Situation habe ich sehr positiv genutzt"

Leverkusens Rekordeinkauf über Training in der Krise und Geisterspiele

Demirbay: "Diese Situation habe ich sehr positiv genutzt"

Kerem Demirbay

Hofft, bald wieder auf dem Platz zu stehen: Leverkusens Mittelfeldakteur Kerem Demirbay. imago images

...das Training in der Pandemie: "An die Trainingseinheiten hat man sich schon gewöhnt. Erst mit kleinen Gruppen, dann mit größeren. Irgendwann gewöhnt man sich halt an die Situation, aber schwierig ist sie trotzdem. Ich hoffe, dass wir bald endlich mit der ganzen Mannschaft trainieren dürfen."

...das Problem, die Motivation hochzuhalten: Das ist, das muss man ehrlich zugeben, sehr schwierig, zumal wir nicht wissen, wann es losgeht, ob es wieder losgeht. Aber wir sind Profi-Fußballer, wir müssen einfach das Maximale aus der Situation herausholen. Und das ist im Moment, sich so weit wie möglich darauf zu fokussieren, sich vorzubereiten, als wenn es losgehen würde. Das gelingt uns momentan gut. Wir arbeiten dran. Einfach ist es nicht.

...die Zeit im Homeoffice: "Man muss ehrlich zugeben, das letzte Spiel war ja bei den Glasgow Rangers und davor hatten wir viele englische Wochen. Ich war teilweise nur zwei Tage zu Hause, konnte mit meinem Sohn nicht so viel Zeit verbringen. Dafür habe ich die Zeit genutzt. Ich habe sehr viel Zeit mit meiner Familie verbracht. Das war sehr, sehr schön. Diese Situation habe ich sehr positiv genutzt für mich."

Ich helfe sehr gerne im Haushalt - aber nur was das Kochen betrifft.

Kerem Demirbay

...im Homeoffice neu entdeckte Hobbys: "Tatsächlich habe ich den Garten nochmal ein bisschen gefresht und kochen tue ich ohnehin immer wieder mal mit meiner Frau zusammen. Ich helfe sehr gerne im Haushalt - aber nur was das Kochen betrifft natürlich."

...über das Training alleine zu Hause: "Ich habe meinen Sohn hingelegt, bin laufen gegangen, habe meine Stabi-Übungen gemacht und, und, und. Da ist für mich ein Programm wie eine Trainingseinheit jetzt. Wir sind Profis, das ziehen wir durch. Laufen auf dem Laufband ist nicht meins. Das mag ich nicht. Ohne Ball zu laufen ist auch nicht meins. Ich glaube, das mag kein Spieler. Also einfach durchziehen. Krafttraining mag ich. Da habe ich mein Programm zusätzlich durchgezogen. Das hat mich bei Laune gehalten."

Die Umstellung wird schwer, weil die Stimmung fehlt.

Kerem Demirbay

...die kommenden Spiele, die ohne Zuschauer ausgetragen werden: Die Umstellung wird auch schwer, weil einfach die Stimmung fehlt. Das ist etwas ganz anderes, wenn du mit Fans spielst. Aber auch da müssen wir durch. Wir werden es so hinnehmen, wie es ist. Und wir hoffen erstmal, dass es zumindest Mitte Mai losgeht. Um wieder Wettkämpfe bestreiten zu dürfen, um auch um den Leuten da draußen in dieser schweren Phase auch mal Fußball bieten zu können. Für uns Sportler ist es schwer, ohne Fans zu spielen, aber wir hoffen, dass es endlich wieder losgeht.

...die Situation, dass ihm im Sommer sein Freund Nadiem Amiri von Hoffenheim nach Leverkusen gefolgt ist: Nadiem ist ein sehr guter Freund, ein sehr guter Junge. Es hat mich gefreut, dass er hierhergekommen ist. Ich glaube auch, dass es ihm die Entscheidung leichter gemacht hat, hierher zu kommen. Unterstützt haben wir uns in dem Sinne, dass wir regelmäßig gesprochen haben. Einfach auch aus dem Grund, weil der Trainer zu der Zeit viel rotiert hat und wir das beide nicht kannten. Wir sind gut angekommen.

Stephan von Nocks

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