WM

De Ligt: "Ich bin okay damit, habe es so erwartet"

Bayern-Verteidiger bei Holland in der Reservistenrolle

De Ligt: "Ich bin okay damit, habe es so erwartet"

Spielte bei der WM 2022 erst einmal von Beginn an: Bayerns Matthijs de Ligt (re.).  

Spielte bei der WM 2022 erst einmal von Beginn an: Bayerns Matthijs de Ligt (re.).   IMAGO/Sven Simon

Beim WM-Start gegen den Senegal (2:0) stand de Ligt als rechtes Glied einer Dreierkette in der Startelf. Eine Rolle, mit der sichtbar fremdelte, eine Gelbe Karte sah und vom kicker die Note 4 erhielt. Die Folge: Der 23-Jährige verlor seinen Platz an Jurrien Timber, kam in den beiden restlichen Gruppenpartien keine Minute zum Einsatz und durfte im Achtelfinale in der Nachspielzeit helfen, den 3:1-Sieg über die Zeit zu bringen. Wer glaubt, de Ligt sei über diese Rolle enttäuscht oder verärgert, den belehrte er gegenüber dem Online-Portal "TheAthletic" eines Besseren: "Ehrlich, es ist nicht so frustrierend. Jeder Spieler möchte spielen, aber wir sind eine Gruppe von 26 Spielern. Ehrlicherweise habe ich bislang mehr gespielt als ich es bei dieser WM erwartet hätte. Ich hatte erwartet, überhaupt nicht zu spielen."

Der Trainer entscheidet anders... Ich kenne meine Rolle und trainiere jeden tag hart.

Matthijs de Ligt

Offenbar weiß de Ligt, dass Trainer Louis van Gaal in seiner Dreierkette anders plant. "Ich bin okay damit. Wir haben zusammen gewonnen und stehen im Viertelfinale." Fitnessprobleme verneinte de Ligt ebenfalls. "Es hängt nur an unserer Spielweise. Der Trainer entscheidet anders, das ist okay für mich. Ich kenne meine Rolle und trainiere jeden Tag hart, um für das Team wichtig zu sein."

Auch über seine ersten Monate beim FC Bayern gab der Niederländer einen kurzen Einblick. "Es ist großartig. Ich habe dort eine wirklich gute Zeit und fühle mich bereits wie zu Hause." Mit dem FC Chelsea habe er im Sommer nicht gesprochen, "ich bin wirklich glücklich, dass es mit dem FC Bayern geklappt hat."

Im Viertelfinale geht's gegen Argentinien

Mit den Niederlanden steht de Ligt im Viertelfinale gegen Argentinien (Freitag, 20 Uhr). Er muss warten und hoffen, noch einmal zum Einsatz zu kommen. In München ist dies in der Rückrunde durch das Saison-Aus von Lucas Hernandez praktisch garantiert, ist de Ligt neben Dayot Upamecano und Benjamin Pavard als Spezialist für die Innenverteidigung geblieben. Während Pavard in Katar ebenfalls nur noch Reservist ist, dürfte Upamecano bei Frankreich weiter gesetzt sein.

Frank Linkesch