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De Jong zu ungestüm - Barça lässt Reals Patzer ungenutzt

Doppeltes Alu-Pech für die Katalanen

De Jong zu ungestüm - Barça lässt Reals Patzer ungenutzt

FC Getafe

Getafe bejubelt den Siegtreffer Matas, der Ronald Koemans Barcelona die erste Niederlage zufügte. getty images

Gegenüber dem Remis gegen den FC Sevilla musste Neu-Barça-Coach Ronald Koeman auf Jordi Alba verzichten, der sich gegen Sevilla eine Muskelverletzung zugezogen hatte. An seiner Stelle gab Neuzugang Dest (Ajax Amsterdam) sein Startelf-Debüt. Zudem stand auch der ehemalige Dortmunder Dembelé erstmals seit dem 23. November 2019 wieder in einem Ligaspiel der Katalanen in der Startelf. Er ersetzte Ansu Fati, der in der spanischen Nationalmannschaft für Furore gesorgt hatte und zunächst auf der Bank saß. Startelf-Debütant Pedri (für Coutinho; Bank) und Lenglet (für Araujo; Bank) komplettierten das, gegenüber dem 1:1 gegen Sevilla, neue Quartett in der Startformation der Katalanen.

Auf Seiten Getafes, das aufgrund einer besonderen Aktion als "Fe C.F." und mit neuem Logo gegen Barcelona antrat, brachte Coach José Bordalas einmal mehr den ehemaligen Barcelona-Akteur Cucurella von Anfang an.

Die Katalanen ließen sich von Beginn an von den galligeren Hausherren den Schneid abkaufen und kamen in der Anfangsphase kaum zu gefälligen Offensivaktionen. Allen voran Dembelé war in der gesamten ersten Halbzeit glücklos unterwegs, häufig versprang dem Franzosen der Ball.

Getafe frech, Barça planlos

Getafe agierte frech, die Flanken fanden jedoch keine Abnehmer. Einzig ein Volley von Maksimovic, der genau auf Neto zielte, sorgte für Gefahr (19.).

Und Barça? Das traute sich langsam nach vorne. Zum ersten Mal drückten die Katalanen ihren Spielstil Getafe auf - schon traf Messi den Pfosten: Dest legte ab auf den Argentinier, der sofort abdrückte, aber zu genau zielte (21.).

Wenig später bekam auch Griezmann eine Gelegenheit, verzog mit rechts aus rund zehn Metern allerdings (32.). Diese beiden Gelegenheiten waren die einzigen wirklich nennenswerten Aktionen über die gesamten ersten 45 Minuten hinweg.

De Jong zu ungestüm - Mata trifft zur Getafe-Führung

Im zweiten Abschnitt zeichnete sich ohne personelle Veränderungen zunächst dasselbe Bild ab. Vor beiden Toren passierte wenig. Das änderte sich schlagartig in der 55. Minute: Barça bekam nach einer Ecke den Ball nicht geklärt, Djené stellte gegen de Jong geschickt den Körper rein. Der Niederländer traf den Innenverteidiger, dieser ging zu Boden, Schiedsrichter Cesar Soto Grado zeigte auf den Punkt. Mata nahm sich der Sache an und verwandelte zur Getafe-Führung (56.).

Barça-Coach Koeman reagierte sofort und brachte Coutinho und Ansu Fati für Dembelé und Pedri, ein wirklicher Effekt blieb jedoch zunächst aus.

Cucho erst an die Latte, dann kläglich

Stattdessen ließen die Katalanen Getafe immer mehr Platz, boten so beispielsweise Cucurella nur Begleitschutz und hatten Glück, dass dieser zu unplatziert abschloss (79.). Wenig später lenkte Neto einen Cucho-Schuss an die Latte (83.).

Koeman versuchte noch einmal alles, brachte Trincao, Braithwaite und Puig als weitere Offensivakteure. Die große Möglichkeit auf ein Tor hatte aber erneut Getafe, Cucho vergab allerdings völlig freistehend vor Neto kläglich (90.).

Von Barça kam bis zum Schluss einfach zu wenig, dennoch wäre um ein Haar der Ausgleich gefallen: Nach einer abgefälschten Dest-Flanke köpfte Innenverteidiger Djené die Kugel an den eigenen Querbalken. Es blieb beim verdienten 1:0 für die Hausherren. Damit kassierte Koeman die erste Niederlage als Trainer der Katalanen, Barça nutzte den Patzer Real Madrids gegen Cadiz (0:1) nicht und verpasste damit auch den Sprung an die Tabellenspitze.

Am Samstag wartet der Clásico

Während es für den "Fe C.F.", dann wieder als FC Getafe, erst am kommenden Sonntag daheim gegen den FC Granada weitergeht (18.30 Uhr), begrüßt der FC Barcelona am ersten Spieltag der neuen Champions-League-Saison bereits am Dienstag Ferencvaros Budapest im Camp Nou. Anstoß ist um 21 Uhr (LIVE! bei kicker). Am Samstag (16 Uhr) wartet dann der Clásico auf die Katalanen.

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