2. Bundesliga

Davari: "Natürlich will ich die Nr. 1 sein"

Deutsch-Iraner will in Fürth zu Null spielen

Davari: "Natürlich will ich die Nr. 1 sein"

Er hat Ziele: Daniel Davari.

Er hat Ziele: Daniel Davari. imago

Vor dem Aufeinandertreffen mit den abstiegsbedrohten Franken appelliert der Keeper: "Wir haben eine Verantwortung dem Wettbewerb gegenüber." Das dürften vor allem die Fürther Konkurrenten im Abstiegskampf gerne hören. Dem MSV kommt als gerettetem Klub nun die Aufgabe zu, die Spannung auch weiterhin hoch zu halten - am besten mit einem Sieg in Fürth. "Wir sind gefestigt genug", kündigt Davari an, der erneut Mark Flekken (muskuläre Probleme) ersetzen wird. Zuletzt gegen Regensburg (kicker-Note 3) erledigte Davari diese Aufgabe bereits passabel, sagt aber selbstkritisch: "Leider haben wir nicht zu Null gespielt. Das ist immer mein persönliches Ziel."

Davari wartet demnach auf sein erstes zu Null mit dem MSV. Zuvor fehlten dem Deutsch-Iraner, der wohl keine realistische WM-Chance hat, aber auch die Möglichkeiten dazu. Stammkeeper Flekken, den branchenüblich erste Wechsel-Gerüchte umwehen, hielt zu konstant. In der Hinrunde hatte er beim 0:4 in Regenburg Pech, als Trainer Ilia Gruev für den verletzten Flekken die etatmäßige Nummer 3, Daniel Zeaiter, brachte, weil Davari ebenfalls mit Knieproblemen außen vor war. "Wenn man nicht spielt, muss man sich damit zurechtfinden. Ich bin aber kein Typ, der sich darüber den Kopf zerbricht", verrät der 30-Jährige. Gegen die - gemeinsam mit St. Pauli - schlechteste Offensive der Liga (34 Treffer) soll es nun gelingen.

Im vorletzten Saisonspiel kann er sich nun empfehlen, Gruev jedenfalls zweifelt nicht an seinem Vorzeige-Reservisten. "Während unserer kleinen Krise zuletzt war er ein wichtiger Ansprechpartner für mich", sagt Gruev, der in den letzten beiden Saisonspielen keine großen Experimente mehr ausprobieren will. Erfahrung in schwierigen Situationen machte Davari bei seinen vorherigen Stationen bei Arminia Bielefeld, Eintracht Braunschweig und den Grasshopper Zürich jedenfalls genug. "Ich bin sehr ehrgeizig und hoffe, dass der Trainer mir hier eine Perspektive zeigt", betont Davari und formuliert seine Ansprüche nochmal etwas deutlicher hinterher: "Ich bin noch nicht so weit, mich auf die Bank zu setzen und zu sagen: Alles ist gut. Natürlich will ich die Nummer 1 sein." Am Sonntag kann er dafür gute Argumente sammeln.

Jim Decker