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Das Multitalent.

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Das Multitalent.

Der musikalische Keeper aus Unterfranken: Andreas Sauer.

Der musikalische Keeper aus Unterfranken: Andreas Sauer. Privat

Falls Andreas Sauer nicht kickt oder rennt, fährt er Rad oder wandert. Oder grillt oder hört Metal, Oldies oder Hardrock. Es kann aber auch sein, dass er Orgel spielt (er war zehn Jahre Organist), Gitarre oder Mundharmonika. Falls er nicht angelt oder Ski fährt.

Rückblick: Am 3. November 1979 wurde der "Ondres" geboren, und seit diesem Tag ist er Mitglied bei der DJK Burghausen, seinem Verein im unterfränkischen 250-Seelen-Örtchen. Seit seinem sechsten Lebensjahr spielt er Fußball, lange Zeit im defensiven Mittelfeld oder als Innenverteidiger, seit 2013 als Torhüter. Rund 500 Pflichtspiele hat er für seinen Klub und nach der Fusion 2012 für die DJK Wülfershausen/DJK Burghausen bestritten. Durchaus mit Erfolgen. Höhepunkte waren 2010 der Aufstieg mit Burghausen in die A-Klasse und gleich zwei Meistertitel 2017 mit Wülfershausen I und II. Damals blieb der Keeper eine ganze Saison ungeschlagen!

kicker.tv - Mein Abschiedsspiel

Andreas Sauer - DJK Wülfershausen/Burghausen: "Meine ganze Familie lebt für den Verein"

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Das Multitalent ist nicht nur als Spieler aktiv. Von 2003 bis 2008 war er bereits Abteilungsleiter. 2015/16 engagierte er sich für die Aktion "Integration durch Sport", unterstützte Migranten. Seit 2016 ist er Torhüter und Torhüter-Trainer, seit 2019 zudem Schiedsrichter.

Dieses vielfältige Engagement ist schon erstaunlich genug. Noch erstaunlicher ist diese Tatsache, weil Andreas Sauer bereits vier(!) Kreuzbandrisse inklusive vier Operationen wegstecken musste. Immer hat er sich zurück auf den Fußballplatz gekämpft! Seit 2011 ist er begeisterter Hobbyläufer. Regelmäßig absolviert der Frühaufsteher ab 5 Uhr seine 7,5 Kilometer lange Guten-Morgen-Tour.

Viel unterwegs ist unser Kandidat auch beruflich. Rund 65.000 Kilometer spult der diplomierte Betriebswirt jährlich mit dem Auto ab. Er ist Verkaufsleiter beim Eiskonfekt-Spezialisten "Eichetti" im nahen Werneck. Auch im Urlaub mit seiner Lebensgefährtin geht es für den 40-Jährigen hinterm Horizont durchaus weiter, wie zuletzt mit der Transsibirischen Eisenbahn bis nach Peking.

Zurück nach Unterfranken. Als Kind hat ihm Dribbelkünstler Pierre Littbarski gut gefallen. Was waren seine Stärken als Fußballer? "Meine Zweikampfstärke und mein Wille", antwortet Andreas. Und die Schwächen? "Ich war zu verbissen, habe mich über Fehler viel zu sehr geärgert." Die Bewerbung für das Abschiedsspiel im Max-Morlock-Stadion geht er nicht verbissen an - gewinnen will er trotzdem.

Warum hat er es verdient? Er muss nicht lange überlegen: "Weil es nach all den Jahren ein echtes Highlight zum Abschied wäre. Nicht nur für mich, sondern auch für viele Weggefährten." Hat er eine Verbindung zum 1. FC Nürnberg? "Klar, als Franke natürlich", betont er und fügt an, "ich war beim Pokalsieg 2007 in Berlin dabei. Und beim Relegationskrimi gegen Ingolstadt haben wir das 1:3 für den Club auf der Veranda förmlich reingezittert." Das Thermometer zeigte sieben Grad.

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