Bundesliga

"Das war ein reguläres Tor"

Hannover nach der Niederlage sauer über Drees

"Das war ein reguläres Tor"

Völliges Unverständnis: Sergio Pinto nach der Aberkennung seines Treffers.

Völliges Unverständnis: Sergio Pinto nach der Aberkennung seines Treffers. imago

"Der Schiedsrichter hat heute das Spiel massiv beeinflusst. Das waren klare Fehlentscheidungen", fand Schmadtke deutliche Worte. Auch Trainer Mirko Slomka redete gleich nach dem Abpfiff verärgert auf Drees ein. "Wir haben ein klares Tor aberkannt bekommen. Schiedsrichter Drees stand besser als sein Assistent, er hätte es besser entscheiden können", sagte der Gästecoach.

In der 70. Minute hatte der Schiedsrichter nach Hinweis seines Assistenten Pintos Treffer die Anerkennung verweigert, weil Didier Ya Konan seiner Meinung nach im Abseits gestanden und dort FC-Torwart Michael Rensing irritiert haben soll. Eine Fehlentscheidung, denn der Ivorer versperrte Rensing weder die Sicht noch griff er ins Spielgeschehen ein. "Ya Konan steht da wie eine Salzsäule und behindert den Torwart kein bisschen. Das war ein reguläres Tor", empörte sich Schmadtke und bekam Unterstützung selbst vom gegnerischen Torwart: "Das war ein regulärer Treffer. Da haben wir Glück gehabt", so Rensing.

Auch Pinto fehlte jegliches Verständnis: "Wenn jemand meine Situation beurteilen kann, dann nicht der Linienrichter, sondern der Schiedsrichter. Wenn der Schiri das Tor gibt, und der Linienrichter hebt die Fahne: Wie kann das ein?"

Besonders bitter: Beim 2:0 durch Lukas Podolski stand Chihi ebenso wie zuvor Ya Konan nahe Keeper Zieler im Abseits - diesmal zählte der Treffer jedoch. Zudem übersah das Schiedsrichtergespann ein Handspiel von Jajalo im Strafraum (84.).

Allerdings hat sich Hannover die Niederlage auch ein gutes Stück weit selbst zuzuschreiben. Speziell im ersten Abschnitt war von der Slomka-Elf im Spiel nach vorne wenig zu sehen. Die Kölner verbesserten sich durch den vierten Saisonsieg auf Rang zehn und haben bereits sechs Punkte Abstand auf den Relegationsplatz.