EM

Österreich-Coach Franco Foda will nicht in Wembley spielen

Wohl kaum Fans von Österreich und Italien in England dabei

"Das wäre Wahnsinn": Foda will nicht in Wembley spielen

Kein Eintritt für Österreicher? Für Franco Foda (re.) eine schlimme Vorstellung.

Kein Eintritt für Österreicher? Für Franco Foda (re.) eine schlimme Vorstellung. imago images

Ein wenig weitergedacht wäre es gar nicht so schlecht für Österreich. Dem Außenseiter werden ja von neutralen Fans generell eher die Daumen gedrückt als dem Favoriten, so könnte das englische Publikum eher die Österreicher anfeuern als die Italiener.

Doch natürlich gefällt diese Vorstellung, ein Stadion voller Briten bei einem Länderspiel ohne britische Beteiligung, auch Österreich nicht - das machte Foda mehr als deutlich. "Es wäre ja der Wahnsinn, wenn unsere Fans nicht dabei sein könnten", sagte der Deutsche vor dem Duell mit der Squadra Azzurra am Samstag (21 Uhr, LIVE! bei kicker) der "Kleinen Zeitung": "Da hat es für mich keinen Sinn, in London zu spielen."

ÖFB-Statement lässt wenig Hoffnung aufkommen

Sinnvoll oder nicht, es wird so kommen. Daran ließ der ÖFB keinen Zweifel. "Trotz großer Anstrengungen ist es leider nicht möglich, auch zuletzt aufgrund der knappen zeitlichen Komponente, das Spiel von London an einen anderen Austragungsort ohne Ein- und Rückreisebeschränkungen für ÖsterreicherInnen zu verlegen", teilte der Österreichische Verband mit.

Bei der Einreise nach Großbritannien bestehe derzeit Quarantänepflicht, das österreichische "Außenministerium rät allen Fans dringend davon ab, sich trotzdem auf die Reise zu begeben", hieß es weiter. Man versucht auf "sämtlichen Ebenen", möglichst vielen Fans einen Stadionbesuch zu ermöglichen.

Für Foda stehe zwar immer die Gesundheit an erster Stelle, aber es sei "nicht alltäglich, dass wir ins Achtelfinale kommen", ergänzte er: "Und dann sind nach jetzigem Stand fast keine österreichischen Fans im Stadion." Aufgrund der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus hatte Großbritannien seine Regelungen verschärft.

Fodas Appell, den Spielort zu verlegen, wird wohl ungehört bleiben. "Die Organisation der UEFA ist bis jetzt wirklich perfekt", sagte der 55-Jährige: "Aber in diesem Fall hoffe ich im Sinne der Fans, dass eine Lösung gefunden wird."

las