Bundesliga

Hertha: Das sagt Magath über das Duell mit "seinem" HSV

Herthas Coach trifft in der Relegation auf die eigene Vergangenheit

Das sagt Magath über das Duell mit "seinem" HSV

Scouting umsonst: Felix Magath am Sonntag in Darmstadt.

Scouting umsonst: Felix Magath am Sonntag in Darmstadt. IMAGO/Jan Huebner

Als Felix Magath am Samstag nach der maximal schmerzhaften 1:2-Niederlage bei Borussia Dortmund auf diese Konstellation angesprochen wurde, die er selbst öffentlich immer wieder als sehr wahrscheinlich vorausgesagt hatte, da gewährte der 68-Jährige einen Einblick in seine Gefühlswelt. "Der Gedanke, gegen den HSV anzutreten, war und ist immer unbehaglich", sagte Magath. "Wenn's der HSV wird, wird’s für mich ein schwieriges Spiel."

Jetzt - nach Hamburgs 3:2-Sieg in Rostock - ist klar, dass es exakt so kommt. Vor zwei Wochen, nach dem Berliner 1:1 in Bielefeld und bei damals vier Punkten Vorsprung auf Stuttgart, hatte Magath gesagt: "Als ich diesen Job übernommen habe, war ich mir sicher, dass wir in der Relegation gegen den HSV spielen."

Nun wird dieses Szenario Realität. Ausgerechnet gegen den Klub, den er als Spieler 1983 im Landesmeister-Cup-Finale gegen Favorit Juventus Turin mit seinem Siegtor in Athen in den europäischen Olymp schoss, mit dem er dreimal Deutscher Meister (1979, 1982, 1983) wurde und bei dem er Mitte der 90er Jahre seine erste Cheftrainer-Stelle in der Bundesliga antrat, muss Magath seine schwerste Trainer-Mission vollenden.

"Das spielt für diese Begegnungen keine Rolle"

Magath war am Sonntag Augenzeuge des 3:0-Sieges von Darmstadt gegen Paderborn. Den HSV nahm sein Assistent Mark Fotheringham in Rostock unter die Lupe. Dem kicker sagte Magath nach dem Abpfiff des finalen Zweitliga-Spieltages: "Der HSV, das steht doch vollkommen außer Frage, ist der größte Abschnitt meines Fußballer-Lebens. Aber das spielt für diese beiden Begegnungen überhaupt keine Rolle! Es geht nach wie vor nicht um mich oder meine Vergangenheit mit dem HSV. Es geht einzig und allein um Hertha BSC - um den Klassenerhalt."

Den HSV kennt er aus dem Eff-Eff - und er warnt vor ihm: "Ich habe viele Spiele der 2. Bundesliga gesehen, der HSV war für mich mit die beste Mannschaft." Am Donnerstagabend kommt es in Berlin zum Duell mit der eigenen Vergangenheit, am Montag geht es für Hertha und Magath im Rückspiel nach Hamburg.

Steffen Rohr, Karlheinz Wild