Bundesliga

Frühe Tore ebnen den Weg: Das Muster des FC Bayern

Frühe Tore ebnen auch gegen Pilsen den Weg

Das Muster der Bayern: "Es ist eine Lehre aus der letzten Saison"

Dosenöffner gegen Pilsen: Leroy Sané.

Dosenöffner gegen Pilsen: Leroy Sané. IMAGO/ActionPictures

Den ganz großen Druck hatten die Bayern vor der Partie gegen Viktoria Pilsen laut Trainer Julian Nagelsmann nicht verspürt, wichtiger sei im Moment schließlich die Aufholjagd in der Bundesliga. Befreit spielte der deutsche Rekordmeister am frühen Dienstagabend also auf und holte gegen heillos überforderte Tschechen den dritten Sieg im dritten Champions-League-Gruppenspiel - übrigens zum vierten Mal in Folge.

Den Münchnern half dabei wieder mal ein frühes Tor, der Distanzschuss von Leroy Sané zum 1:0 (7.) war bereits der fünfte Treffer in der Anfangsviertelstunde in dieser Saison. Jedes Mal fuhren die Bayern anschließend Kantersiege ein. Beim Supercup in Leipzig (5:3, Tor von Musiala in der 14. Minute), zum Liga-Auftakt in Frankfurt (6:1, Kimmich, 5.), in Bochum (7:0, Sané, 4.) und jüngst gegen Leverkusen (4:0, Sané, 3.). Alle anderen Partien gewann der FCB entweder knapp oder gar nicht, mit Ausnahme des Pokalspiels gegen Drittligist Viktoria Köln (5:0).

"Das ist eine Lehre aus der letzten Saison", analysierte Nagelsmann nach Schlusspfiff am Dienstag. "Da haben wir gerade in der Rückrunde gegen Teams aus dem unteren Tabellendrittel oft ein paar Chancen vergeben am Anfang und den Dosenöffner vermissen lassen." Ähnlich war es in dieser Saison in Augsburg (0:1) oder gegen Gladbach (1:1).

Wenn es in den ersten 20 Minuten schon mal scheppert, ist das Signal das richtige, um die Weichen zu stellen.

Julian Nagelsmann

In zwei aufeinanderfolgenden Heimspielen gelang nun der frühe Knotenlöser. "Man sieht ja, dass es uns dann leichter fällt", so Nagelsmann. "Weil der Gegner ein bisschen mehr mitspielen muss, um einen Punkt zu holen oder das Spiel vielleicht zu drehen. Wir haben dann mehr Fläche und einfach eine herausragende Qualität vorne, die wir nutzen können. Deswegen ist so ein frühes Tor immer wichtig."

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Für Kapitän Manuel Neuer steht fest: "Wenn es so gut losgeht - das haben wir ja gegen Leverkusen schon gemerkt -, dann sind wir kaum aufzuhalten. Es tut uns gut, wenn wir gut ins Spiel reinkommen, unsere Tore erzielen." Auch gegen späte, wichtige Tore würde sich Nagelsmann nicht wehren, aber: "Generell sind die ersten 20 Minuten ganz entscheidend, wenn du als favorisiertes Team in ein Spiel gehst - als Signal für dich selbst, aber auch als Signal für den Gegner. Wenn es in den ersten 20 Minuten schon mal scheppert, ist das Signal das richtige, um die Weichen zu stellen."

Mario Krischel

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