2. Bundesliga

2. Liga: Bremens "Brustlöser" in Düsseldorf nach Durststrecke

Bremen holt auf dramatische Weise den ersten Saisonsieg

"Das muss uns pushen": Werders "Brustlöser" in Düsseldorf

Ein ganz wichtiger Moment für Werder: Bremen um Maxi Eggestein feiert einen späten Sieg in Düsseldorf.

Ein ganz wichtiger Moment für Werder: Bremen um Maxi Eggestein feiert einen späten Sieg in Düsseldorf. imago images/Uwe Kraft

Den letzten Pflichtspielsieg hatten die Bremer am 7. April 2021 im Pokal-Viertelfinale in Regensburg (1:0) gefeiert, in der Liga war es sogar noch länger hergewesen - ein 2:0-Erfolg am 10. März in Bielefeld. Die Bremer mussten also sehr lange warten, ehe sie wieder ein Erfolgserlebnis hatten. Am Samstagabend war es dann soweit, auf dramatische Art und Weise siegten die Werderaner in letzter Sekunde mit 3:2 in Düsseldorf. "Der Prozess dauert, heute war es besser als beim letzten Spiel. Wir haben zwölf Ligaspiele nicht gewonnen, das darf man nicht vergessen. Dann heute so ein Wechselbad der Gefühle - und du setzt in der letzten Sekunde einen drauf, das muss uns pushen, das muss uns Selbstvertrauen geben, dass wir einfach unseren Fußball spielen", sagte Kapitän Toprak nach der Begegnung bei "Sky". 

Die Werderaner waren schon auf Siegkurs gewesen, fingen sich aber in der vierten Minute der Nachspielzeit das 2:2 durch Khaled Narey. "Es war schwierig, weil die Bälle die ganze Zeit reinkommen, einer rutscht dann durch", beschrieb Toprak die Szene in den wilden Schlussminuten. Doch es war nicht das Ende der Partie, denn nach einem Foul von eben jenem Narey an Felix Agu gab es kurz vor Ende des insgesamt 99-minütigen Spiels Elfmeter für Werder. Maxi Eggestein übernahm Verantwortung - und erzielte in der sechsten Minute der Nachspielzeit das 3:2. "Riesenrespekt an Maxi Eggestein, er wurde auch sehr oft kritisiert. Das zeichnet aber einen Führungsspieler aus, er geht da hin und haut ihn rein", lobte der Kapitän. Anfang fügte an: "Wenn du ein gutes Spiel gemacht hast, fühlst du dich gut und haust den Ball rein. Die Szene danach war auch ganz wichtig, dass die Jungs danach zusammen feiern." 

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Es war auf jeden Fall ein packendes Fußballspiel, das die 12.850 Zuschauer in Düsseldorf zu sehen bekamen. "Für die Zuschauer war es ein tolles Spiel", befand auch Anfang und ging anschließend in die Analyse: "Wir haben die ersten zehn Minuten der ersten und zweiten Hälfte Probleme gehabt. Dann waren wir teilweise gut im Spiel. Ärgerlich ist dann das Gegentor, nach dem wir unruhig werden. Dann machen wir das 2:1 - und fangen kurz vor dem Ende das 2:2. Die Reaktion danach ist natürlich klasse, wir haben weiter nach vorne gespielt und sind belohnt worden."

Anfang sieht Verbesserung zur letzten Woche

Nach dem 1:1 zum Saisonauftakt gegen Hannover, wo Werder auch gut und gerne hätte verlieren können, hatte der Bremer Coach schon eine Verbesserung erkannt. "Ich finde, wir haben wesentlich mehr Strafraumszenen kreiert", so Anfang nun, der aber zu bedenken gab: "Grundsätzlich braucht es Zeit, wenn du gefühlt sofort Favorit bist. Aber Düsseldorf ist auch eine sehr ambitionierte Mannschaft, die im oberen Drittel mitspielen wird." Für Werder war es am Samstag in jedem Fall extrem wichtig, einfach auch wieder ein positives Ergebnis einzufahren. "Für uns ist das ein Brustlöser, das tut den Jungs einfach gut, nach so langer Zeit wieder ein Pflichtspiel gewonnen zu haben", sagte Anfang.

Wie geht es bei Werder weiter?

Die Bremer haben nun ordentliche vier Punkte nach zwei Spielen auf dem Konto. Weiter geht es am nächsten Samstag (15.30 Uhr) mit dem Pokalspiel in Osnabrück. Unklar ist weiterhin, wie es personell bei Bremen weitergeht, im Kader wird laut Aussage von Sportchef Frank Baumann bis zum Transfermarktschluss Ende August noch viel passieren. Also wer kommt, wer bleibt?

Nach den zwei Auftritten nun wurde zumindest klar, dass die Verantwortlichen des SVW einiges daran setzen sollten, Toprak zu halten. Der Kapitän machte zwei sehr starke Spiele. "Natürlich bin ich gerne bei Werder Bremen, aber es ist einfach eine schwierige Situation für den Verein. Wir wissen, dass wir Geld brauchen. Wenn ich zum Training und Spiel gehe, werde ich weiter alles für den Verein geben", konnte Toprak auch am Samstagabend noch kein klares Bekenntnis abgeben. 

mst

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