WM

Das Losglück bleibt dem DFB-Team treu

WM-Quali: Schweden, Irland, Österreich, Färöer, Kasachstan

Das Losglück bleibt dem DFB-Team treu

Job erledigt: "Il Fenomeno" Ronaldo bescherte Deutschland eine machbare WM-Quali-Gruppe.

Job erledigt: "Il Fenomeno" Ronaldo bescherte Deutschland eine machbare WM-Quali-Gruppe. Getty Images

WM-Rekordtorschütze Ronaldo und Jungstar Ganso zogen bei der zweistündigen FIFA-Veranstaltung im noblen Jachthafen Marina da Gloria an der Copacabana die Lose für die Qualifikation in Europa. Deutschland, das in Topf 1 gesetzt war, kam dabei, wieder einmal, gut weg. Schweden, Irland, Österreich und Kasachstan, die bereits in der EM-Qualifikation Gegner des Löw-Teams sind, sowie die Färöer - das hätte schlimmer kommen können. So konnte Teammanager Oliver Bierhoff, der den DFB in Rio de Janeiro vertrat, zufrieden sein, auch wenn er noch ein wenig Zurückhaltung übte: "Es ist keine einfache Gruppe, aber wir sind froh, dass wir Frankreich nicht erwischt haben. Wir sind natürlich die Favoriten, müssen aber konzentriert zur Sache gehen." Bundestrainer Joachim Löw hatte auf den Trip an den Zuckerhut verzichtet, um sich seine Nationalspieler am Pokalwochenende im Hinblick auf das Länderspiel gegen Brasilien am 10. August in Stuttgart vor Ort anschauen zu können.

Dass wir wieder gegen Deutschland spielen, ist genial. Wieder eine neue Chance, ihnen ein Haxerl zu stellen.

Christian Fuchs, österreichischer Nationalspieler von Schalke 04
Trainersteckbrief Löw
Löw

Löw Joachim

Deutschland - Vereinsdaten
Deutschland

Gründungsdatum

28.01.1900

Deutschland - Die letzten Spiele
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Spanien trifft auf Frankreich - Losglück für Hitzfelds Schweiz

Nicht alle kamen so glimpflich davon wie der WM-Dritte aus Deutschland. In der einzigen Fünfer-Gruppe 9 muss sich Weltmeister Spanien mit Frankreich auseinandersetzen. Für Lother Matthäus und seine Bulgaren wird der Weg nach Brasilien ein langer: Die Gegner in der Gruppe 2 heißen unter anderem Italien, Dänemark und Tschechien. Leichtere Aufgaben erwischte die momentan von Ottmar Hitzfeld trainierte Schweiz, deren vom Papier her stärkste Gegner Norwegen und Slowenien sind.

WM-Qualifikation in der Übersicht

Die Türkei trifft in der Gruppe 4 unter anderem auf Vize-Weltmeister Niederlande, Ungarn und Rumänien. Portugal misst sich in der Gruppe 6 mit Russland, das die Qualifikation für das letzte Weltturnier in Südafrika verpasst hatte. Für viel Brisanz dürfte in der Gruppe 1 beim Duell zwischen Kroatien und Serbien gesorgt sein, beide bekamen zudem auch noch Belgien und Schottland zugelost. Griechenland (u.a. Slowakei und Bosnien und Herzegowina) und England (u.a. Montenegro sowie die EM-2012-Gastgeber Ukraine und Polen) werden unter der Schwere ihrer Aufgaben nicht gerade ächzen.

824 Spiele bis zum WM-Start 2014

Die Ausscheidungsspiele beginnen nach der EURO in Polen und der Ukraine am 7. September 2012 und dauern bis zum 19. November 2013. In Europa spielen 53 Nationen in neun Gruppen um 13 WM-Tickets. Die Sieger der neun Qualifikationsgruppen qualifizieren sich direkt für das Großereignis in drei Jahren. Die acht besten Zweiten ermitteln in einer Relegationsrunde vier weitere Starter.

Fünf weitere WM-Starter werden in Afrika ermittelt, jeweils vier oder fünf kommen aus Südamerika und Asien. Drei oder vier Teams kommen aus Nord- und Mittelamerika und maximal eins aus Ozeanien. Im Rahmen der Qualifikation finden insgesamt 824 Spiele statt.

Die europäischen Qualifikationsgruppen im Überblick

1: Kroatien, Serbien, Belgien, Schottland, Mazedonien, Wales
2: Italien, Dänemark, Tschechien, Bulgarien, Armenien, Malta
3: Deutschland, Schweden, Irland, Österreich, Färöer, Kasachstan
4: Niederlande, Türkei, Ungarn, Rumänien, Estland, Andorra
5: Norwegen, Slowenien, Schweiz, Albanien, Zypern, Island
6: Portugal, Russland, Israel, Nordirland, Aserbaidschan, Luxemburg
7: Griechenland, Slowakei, Bosnien und Herzegowina, Litauen, Lettland, Liechtenstein
8: England, Montenegro, Ukraine, Polen, Moldawien, San Marino
9: Spanien, Frankreich, Weißrussland, Georgien, Finnland