2. Bundesliga

"Das interessiert mich null": Lieberknecht zu Leitl-Aussagen

Darmstadt mit Sorgen vor dem Spitzenspiel gegen Hannover

"Das interessiert mich null": Lieberknecht zu Leitl-Aussagen

Muss sich noch den Kopf zerbrechen, wie der Kader aussieht beim Duell mit Hannover: SVD-Coach Torsten Lieberknecht.

Muss sich noch den Kopf zerbrechen, wie der Kader aussieht beim Duell mit Hannover: SVD-Coach Torsten Lieberknecht. IMAGO/Oliver Ruhnke

Auf Darmstadt komme ein Brett zu, hatte Hannover-Coach Stefan Leitl zuletzt mit Blick auf das Spitzenspiel am Böllenfalltor am Freitag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker) erklärt. Angesprochen darauf bedankte sich Lilien-Trainer Torsten Lieberknecht bei den Journalisten für die Information, stellte aber klar: "Das interessiert mich null, wer was, wie, wo, wann sagt. Ich bin bei meiner Mannschaft." Und die brauche gegen den Tabellenfünften nicht nur eine gute Leistung, sondern auch wieder die volle Unterstützung des Publikums. "Ich freue mich, dass wir dann morgen ein Brett bohren dürfen", sagte der Coach grinsend.

Ein Brett stellt für die Lilien aber auch die aktuelle Personalsituation dar. Immerhin sind keine neuen Verletzten dazugekommen. Auch Frank Ronstadt und Janik Müller, die sich zuletzt mit Blessuren herumschlugen und nur reduziert trainiert haben, werden Stand Donnerstag für das Hannover-Heimspiel zur Verfügung stehen.

Hoffen auf eine Rückkehr Seydels noch in diesem Jahr

Die schlechte Nachricht: Das Lazarett ist nach wie vor groß. Klaus Gjasula, Fabian Schnellhardt, Mathias Honsak und Magnus Warming werden in diesem Jahr nicht mehr spielen können. Bei Aaron Seydel besteht laut Lieberknecht eine kleine Hoffnung, dass der Angreifer in der Hinrunde nochmals zum Einsatz kommen könnte.

Der Kader des SV Darmstadt 98 im Überblick

Seydel hatte sich vor gut zwei Wochen im Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach nach seinem Siegtor einen Faszienriss zugezogen. Ursprünglich war eine Pause von zehn Tagen erwartet worden. Doch bei der Verletzungsanfälligkeit des Spielers wird der Verein kein Risiko eingehen. Ganz groß ist die Personalnot im Sturm ohnehin nicht: In Oscar Vilhelmsson und André Leipold saßen zuletzt noch zwei Stürmer zunächst auf der Bank.

Jugendspieler als Option

Vor dem Hintergrund der vielen Fehlenden stellt sich aber die Frage, wen der Trainer auf anderen Positionen noch in der Hinterhand hat. Beim Auswärtsspiel gegen St. Pauli saßen in Alexander Brunst und Steve Kroll sogar zwei Ersatzkeeper auf der Bank. Trotzdem blieb eine Position im Kader unbesetzt.

Die beiden A-Jugendlichen Phillip Sonn und Nico Baier, die regelmäßig bei den Profis trainieren, hatten die Reise nach Hamburg nicht angetreten, weil sie am selben Tag mit der U 19 spielten. Gegen Hannover sind sie aber eine Option für einen Platz im Kader. "Mir liegt es sehr am Herzen, Jugendspieler zu fördern", sagte Lieberknecht. Noch wichtiger sei ihm aber, nicht einfach nur Spieler aus der Jugend für die Bank bei den Profis abzuziehen. Vielmehr wolle er auch U-19-Trainer Daniel Petrowsky ermöglichen, seine Ziele mit seiner Mannschaft zu erreichen.

Stephan Köhnlein

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