3. Liga

"Das i-Tüpfelchen": Großer Schiri-Ärger bei VfB-Coach Landerl

Lübeck nach nur einer Saison wieder abgestiegen

"Das i-Tüpfelchen": Großer Schiri-Ärger bei VfB-Coach Landerl

Großer Ärger: Lübecks Coach Rolf Landerl war nach dem Platzverweis nicht einzukriegen.

Großer Ärger: Lübecks Coach Rolf Landerl war nach dem Platzverweis nicht einzukriegen. imago images

"Die Enttäuschung ist maßlos, es tut unglaublich weh, bei dem was wir versucht und investiert haben dieses Jahr. Wir sind oft aufgestanden, haben weitergemacht, gegen alle Widerstände", sagte Lübecks Coach Landerl wenige Minuten nach dem 1:2 gegen Zwickau, was den Abstieg besiegelte, bei "Magenta Sport".

Und dann ging es los, der Coach musste Dampf ablassen, was er auch schon während des Spiels gemacht hatte. In der 57. Minute sah sein Kapitän Grupe die Rote Karte. Er wurde von Dustin Willms gehalten und bekam auch den Freistoß. Dann riss er sich los und trat in Richtung seines Gegenspielers nach, ohne diesen zu treffen. "Das ist das i-Tüpfelchen dieses Jahr, dass du in diesem Spiel eine Rote Karte kriegst, die du so nicht geben kannst", fand Landerl.

Spielersteckbrief Grupe
Grupe

Grupe Tommy

Spielersteckbrief Boland
Boland

Boland Mirko

Trainersteckbrief Landerl
Landerl

Landerl Rolf Martin

Der Coach führte weiter aus: "Tommy wird lange festgehalten, da musst du eigentlich früher abpfeifen. Dann will er den Ball abschirmen und macht einen Schritt in Richtung Gegenspieler. Da kann man Gelb geben, aber in der Situation, wie sie heute war, bei der es für uns um alles geht, in der wir die letzte Chance haben, kannst du so nicht auftreten." Gemeint war natürlich Schiedsrichter Lukas Benen. Der Coach war nicht mehr einzukriegen, bekam die Gelbe Karte und pfefferte seine Jacke weg. Auch nach Spielschluss hatte Landerl Redebedarf, wollte den Schiedsrichter in den Kabinentrakt verfolgen und musste abgehalten werden.

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Ein Platzverweis und Zwickaus Drinkuth: Lübecks Abstieg ist besiegelt

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Landerls Erklärung für den Platzverweis

"Ich finde diese Rote Karte sehr, sehr hart, Tommy ist so ein fairer Sportsmann, ich würde ihm niemals unterstellen, dass er nachtritt", ordnete Mittelfeld-Routinier Mirko Boland sie Szene ein. Landerl hatte indes eine Erklärung, warum so eine Entscheidung gegen sein Team gefallen ist: "Wir haben so viele Situationen gegen uns gehabt dieses Jahr, wo wir den Mund gehalten haben. Das war vielleicht auch falsch. Es waren Situationen vom Gegner im Strafraum, wo wir keinen Handelfmeter bekommen, wo wir dann in entscheidenden Spielen zu brav waren, uns besonnen und auf unsere Leistung geschaut haben. Wenn du das nicht machst, wie andere Vereine oder Trainer, kriegst du das auch noch gegen dich."

Abstieg zum Abschied

Der Coach räumte allerdings noch ein: "Klar hätten wir in den anderen Partien die Punkte holen müssen, da haben wir einiges liegenlassen. Wenn es jetzt so kommt mit dem Abstieg, tut es einfach weh." Für den Coach bedeutet das auch, dass er den Verein im Sommer mit diesem Negativerlebnis verlassen muss, denn Lübeck wird sich auf der Trainerposition neu aufstellen. "Der Klub hat einen Platz in meinem Herzen", machte der Coach klar.

mst