3. Liga

Beim Debüt: Schmidt rüttelte den MSV in der Kabine wach

Duisburg zeigte gegen den FCK zwei Gesichter - Ajani fällt aus

"Das hat überhaupt nicht geklappt": Schmidt rüttelte den MSV in der Kabine wach

Hagen Schmidt redete im ersten Durchgang verzweifelt auf seine Spieler ein.

Hagen Schmidt redete im ersten Durchgang verzweifelt auf seine Spieler ein. imago images/Revierfoto

45 Minuten hat der MSV Duisburg am Montagabend gebraucht, um die Vorgaben von Neu-Trainer Hagen Schmidt in die Tat umzusetzen. Im ersten Durchgang agierten die Zebras noch arg verunsichert, brachten in der Offensive kaum einen Ball an den Mann und kreierten dadurch auch keinerlei Torchancen.

"Wir haben zu passiv agiert. Der Plan war eigentlich, von Beginn an sehr mutig aufzuspielen und die Lauterer ein wenig kommen zu lassen, um mit schnellen Kombinationen Chancen zu erspielen. Das Ganze hat allerdings überhaupt nicht geklappt", war Schmidt bei seinem Drittliga-Debüt an der Seitenlinie des MSV nicht einverstanden mit der Leistung seiner Mannschaft in Halbzeit eins.

Schmidt sieht Gelb

Die Quittung für den zunächst mutlosen Auftritt erhielten die Zebras mit dem 0:1 kurz vor dem Pausenpfiff. Die schwache Leistung seiner Mannschaft schlug auch auf die Gemütslage von Schmidt, der zudem mit einigen Schiedsrichterentscheidungen nicht einverstanden war und noch vor der Pause die Gelbe Karte sah.

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In der Kabine sammelten sich die Zebras aber nochmal neu und der 51-Jährige schien genau die richtigen Worte gefunden zu haben. Plötzlich war der MSV klar besser und schnürte Kaiserslautern 25 Minuten lang in der eigenen Hälfte ein. "Es war merklich zu sehen, dass die Halbzeitansprache Wirkung gezeigt hat. Im Spiel nach vorne hat uns mehr Geduld gutgetan", resümierte Schmidt die Leistungssteigerung am Mikrofon von "MagentaSport".

Freys positiver Ausblick - Ajani fällt aus

Dass der verdiente Ausgleichstreffer jedoch nicht in jener Drangphase fiel und am Ende auch etwas glücklich zu Stande kam, wird den Zebras am Ende egal sein. Dabei hatte Duisburg ausreichend Chancen, um das Spiel komplett auf seine Seite zu ziehen. Dafür fehlte jedoch einmal mehr die Präzision im letzten Drittel, sowohl im Passspiel als auch bei den Abschlüssen. "In der kommenden Woche muss an der Ballsicherheit wie auch an der Passqualität gearbeitet werden", weiß Schmidt, dass seine Mannschat noch in einigen Bereichen Nachholbedarf hat.

Der Druck auf den Meiderichern wird nach der Punkteteilung gegen den FCK zudem nicht weniger. Nach 13 Spielen rangieren die Zebras weiterhin auf einem enttäuschenden 17. Platz. Mit Halle wartet am kommenden Samstag (14 Uhr) nun ein Gegner, gegen den der MSV in der 3. Liga bis jetzt nur einmal gewinnen konnte. Knüpft Duisburg jedoch an die Leistung in der zweiten Halbzeit an, muss man sich beim HFC keinesfalls verstecken. "Ich denke, dass das ein erster Schritt in die richtige Richtung war", blickt Marlon Frey positiv gestimmt voraus.

In Halle und bis auf Weiteres auch darüber hinaus fehlen wird Marvin Ajani, der sich in der Schlussphase des Spiels gegen Lautern einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zuzog.

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