Bundesliga

Darum spielte Musiala nicht - was seine Entwicklung bedeutet

Bei Bayerns 7:0-Gala fehlte der Youngster

Darum spielte Musiala nicht - und was seine Entwicklung bedeutet

Jamal Musiala spielt seit 2019 beim FC Bayern München.

Jamal Musiala spielt seit 2019 beim FC Bayern München. imago images/Sven Simon

Der FC Bayern fegt über den VfL Bochum hin, gewinnt 7:0 und geht nach dem 3:0 in Barcelona mit 10:0 aus dieser Woche. Besser hätte es wohl nicht laufen können. Zumal diese beiden Partien auch ein paar Erkenntnisse lieferten. Zum einen: Die Bayern sind hungrig, sie hören auch beim Stande von 4:0 zur Pause nicht auf. Zum anderen: Die Abwehr stabilisiert sich ein wenig. Und Trainer Julian Nagelsmann konnte Ersatzspielern ein wenig Praxiserfahrung anbieten. Was wiederrum hieß: Jamal Musiala saß 90 Minuten auf der Bank und durfte pausieren.

Jamal ist ein junger Spieler, den du gut steuern musst.

Julian Nagelsmann

Der 18-Jährige spielt in dieser Saison groß auf, war in seinen vergangenen fünf Spielen an acht Toren direkt beteiligt - vier Treffer, vier Assists. Und doch blieb er am Samstag gegen Bochum 90 Minuten auf der Bank. Warum? Weil der FCB mit "Serge einen Spieler, der wieder zurückkommt und mit Leroy einen, der gut in Fahrt ist" im Kader stehen hat, erklärt Nagelsmann. Wohlwissend, dass man mit Youngstern behutsam umgehen muss. "Jamal ist ein junger Spieler, den du gut steuern musst", führt der Chef-Coach fort: "Die Werte der Bio-Marker, welche wir erheben, sind bei ihm sehr hoch. Das bedeutet eine große Belastung in den Beinen, und du darfst ihn einfach nicht überlasten. Er braucht diese jugendliche Frische, um seine Qualitäten auf den Platz zu bringen."

Nicht nur die körperliche, sondern auch die geistige. Auf Musiala prasselte in den vergangenen Wochen, nach seinen tollen Auftritten, viel ein. Es ist kein Einfaches, damit umzugehen. Von daher war diese Pause beim 7:0 sicherlich clever von Nagelsmann und wohltuend für den Flügelflitzer, der einer von fünf Gründen ist, warum mit dem FC Bayern auch international zu rechnen ist. Und warum der Münchner Kader - Stand jetzt - auch in der Breite quantitativ wie qualitativ ausreichend besetzt zu sein scheint.

In der neuen Montagsausgabe des kicker (oder hier im eMagazine) finden Sie in der Story "Give me five" die fünf überraschenden Gründe, weshalb der Bayernkader nun doch quantitativ und qualitativ ausreichend besetzt zu sein scheint; mit welchen Spielern nicht zu rechnen war; welchen Einfluss Trainer Nagelsmann hat; und was genau die Bayern in dieser Saison bislang so stark macht.

Georg Holzner

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