2. Bundesliga

SV Darmstadts Bader: "Erklären kann ich mir das nicht"

Wechselhafte Saison stellt die Lilien vor Rätsel

Darmstadts Bader: "Erklären kann ich mir das nicht"

Matthias Bader ist mit Darmstadt gegen den Hamburger SV obenauf.

Matthias Bader ist mit Darmstadt gegen den Hamburger SV obenauf. imago images

Im Gegensatz zu einigen seiner Mannschaftskollegen kam Matthias Bader beim Spiel des SV Darmstadt 98 gegen den Hamburger SV (2:1) ohne Blessuren davon. Keine Selbstverständlichkeit für den 23 Jahre alten Außenverteidiger in dieser Saison: Ein Muskelfaserriss warf ihn in der Vorbereitung wochenlang zurück, später setzte ihn ein Pferdekuss matt, danach folgte ein Bluterguss in der Wade, der operativ entfernt werden musste.

Erster Startelfeinsatz seit Anfang Februar

"Das reicht jetzt erstmal", sagt der Außenverteidiger mit Blick auf seine Verletzungshistorie. Gegen den HSV gehörte er erstmals seit dem DFB-Pokalspiel bei Holstein Kiel (6:7 i.E.) Anfang Februar wieder zur Startelf. "Das war ein gutes Gefühl, mal wieder auf dem Platz zu stehen", erklärt er und fügt schmunzelnd an: "Es ging dann auch ganz gut." (kicker-Note 2).

Spielersteckbrief Bader
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Pfeiffer Patric

2. Bundesliga - 28. Spieltag
2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
VfL Bochum VfL Bochum
54
2
Hamburger SV Hamburger SV
50
3
SpVgg Greuther Fürth SpVgg Greuther Fürth
50

Insgesamt sei das Spiel beim Aufstiegsaspiranten in den entscheidenden Phasen zugunsten seines Teams gelaufen. "Wir hatten Glück, dass der HSV aus seinen Möglichkeiten kein Tor gemacht hat und der letzte Ball oftmals nicht so genau kam." Umgekehrt seien die Lilien eiskalt gewesen. "Es hat gut getan, dass wir das mal waren", sagt er. Am Ende sei es zwar noch etwas eng geworden, aber mit Blick auf Kampf und Wille sei der Sieg unter dem Strich verdient.

"Die Ergebnisse fühlen sich oft verkehrt an"

Grundsätzlich hänge ein Erfolg immer von vielen Kleinigkeiten ab, sagt Bader. Beim 1:2 eine Woche zuvor gegen Düsseldorf hätten viele davon nicht funktioniert. "Auf dem Platz hat man trotzdem gemerkt, dass alle den Sieg wollten." Da habe er keinen Unterschied zum Spiel gegen den Hamburger SV gespürt.

Über den bisherigen Saisonverlauf kann sich der 23-Jährige trotzdem nur wundern. "Die Ergebnisse fühlen sich oft verkehrt an", sagt der gebürtige Pforzheimer. "Viele Spiele, die wir verloren haben, hätten wir klar gewinnen können oder müssen. Andersrum haben wir Spiele gewonnen, die wir auch hätten verlieren können. Erklären kann ich mir das nicht."

Wochenlange Pause für Pfeiffer

Für die Mannschaft sei der Sieg in Hamburg ein großer Schritt gewesen. "Ich bin froh, dass wir jetzt 35 Punkte haben und nicht mehr allzu viele fehlen für den Klassenerhalt", sagt Bader. "Da müssen wir so schnell wie möglich nachlegen." Im Saisonendspurt warteten jedoch noch "echte Brocken" auf Darmstadt. Auch das kommende Spiel geht wieder gegen einen Aufstiegsaspiranten: Am Freitag (18.30 Uhr) gastiert die SpVgg Greuther Fürth am Böllenfalltor.

Nicht nur gegen die Franken wird den Lilien Innenverteidiger Patric Pfeiffer fehlen. Der zog sich gegen seinen Ex-Verein HSV eine Syndesmoseverletzung zu und fällt wochenlang aus. Flügelspieler Tim Skarke musste mit muskulären Problemen im Adduktorenbereich ausgewechselt werden. Sein Einsatz gegen Fürth ist ebenso offen, wie der von Keeper Marcel Schuhen.

Schuhen hatte das Spiel nach längerer Behandlungspause unter Schmerzen zu Ende gespielt und musste nach Abpfiff gestützt den Platz verlassen. Ursprünglich schlimmere Befürchtungen traten jedoch nicht ein. Er habe muskuläre Probleme in der Wade, hieß es in der Mitteilung des Vereins.

Stephan Köhnlein